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Das GEnx hat 25 Millionen Flugstunden erreicht

GE Aviation feiert einen Meilenstein im Programm seines GEnx-Turbofans: Die Antriebe der Familie haben zusammen bislang über 25 Millionen Flugstunden an der Boeing 787 sowie an der Boeing 747-8 gesammelt.

18.10.2019

Die Boeing 787-9 von Etihad Airways werden von GEnx-1B-Turbofans angetrieben. © Volker K. Thomalla

Das GEnx-Triebwerk von GE Aviation hat einen bedeutenden Programm-Meilenstein erreicht: Alle bisher ausgelieferten Triebwerke der GEnx-Familie haben zusammen 25 Millionen Flugstunden und über 4 Millionen Cycles absolviert. Der Turbofan ist für Langstreckenflugzeuge konzipiert und treibt die Boeing 787 Dreamliner sowie die Boeing 747-8 an. Bisher liegen dem Hersteller über 2.500 Bestellungen für das GEnx vor, über 1.700 Triebwerke dieses Typs fliegen bei 60 Airlines weltweit.

In der kleinsten Version GEnx-2B67, die die Boeing 747-8 antreibt, erreicht das Triebwerk einen maximalen Startschub von 66.500 lbs (296 kN). Das Nebenstromverhältnis liegt bei 8:1 und das Gesamtdruckverhältnis bei 44,7. Die stärkste Version GEnx-1B76 bringt einen maximalen Startschub von 76.100 lbs (339 kN) und verfügt über ein Nebenstromverhältnis von 9,1:1 sowie ein Gesamtdruckverhältnis von 9,1. Diese Version wurde für die Boeing 787-10 Dreamliner entwickelt. Alle GEnx-1B haben einen Fan-Durchmesser von 2,82 Metern, das GEnx-2B an der 747-8 kommt auf einen Fan-Durchmesser von 2,66 Meter.

Programmlaunch des GEnx war 2004

GE hatte das Programm vor 15 Jahren gelauncht. Der erste Triebwerkslauf fand bereits 2006 statt. Den Erstflug an dem fliegenden Prüfstand von GE, einer Boeing 747-100, erfolgte im Februar 2011. Ende 2011 stellte Cargolux das erste vom GEnx angetriebene Flugzeug, eine Boeing 747-8 Freighter, in Dienst. Innerhalb der ersten fünf Produktionsjahre lieferte GE Aviation 1.000 Exemplare des Antriebs aus. Damit ist das GEnx das Triebwerk in der GE-Produktpalette, dass diese Marke am schnellsten erreicht hat. Das GEnx hat das CF6-Triebwerksprogramm bei GE Aviation abgelöst.

Das Triebwerksprogramm ist international aufgestellt. An dem GEnx-Programm ist auch der deutsche Hersteller MTU Aero Engines als Risk-and-Revenue-Sharing-Partner mit 6,65 Prozent beteiligt. Das Unternehmen ist für die Entwicklung, Fertigung, Montage und Instandhaltung des Turbinenzwischengehäuses verantwortlich. Weitere Partner sind die IHI Corporation aus Japan, GKN Aerospace Engine Systems aus dem Vereinigten Königreich, Safran Aircraft Engines aus Frankreich, TechSpace (Aero) aus Belgien und Hanwha Aerospace aus Südkorea.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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