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Der Iran kauft 40 Suchoi Superjet SSJ100R

Der russische Flugzeughersteller Sukhoi Civil Aircraft (SCAC) hat bekanntgegeben, dass er während der Eurasia Airshow in der Türkei einen Vertrag mit den beiden iranischen Fluggesellschaften Iran Aseman und Iran Airtour über die Lieferung von je 20 Regionaljets des Typs Superjet SSJ100R geschlossen hat. Die Flugzeug für den Iran werden zu 50 bis 60 Prozent aus Teilen von russischen Zulieferern bestehen.

8.05.2018

Sukhoi Civil Aircraft hofft, dass der Superjet SSJ100 im Iran nun den Durchbruch geschafft hat. Die ersten Lieferungen sind zwischen 2020 und 2022 vorgesehen. © SCAC

Sukhoi Civil Aircarft (SCAC), der Hersteller des in internationaler Kooperation konstruierten Regionaljets Sukhoi Superjet SSJ100, hat auf der Eurasia Airshow Ende April ein Memorandum of Understanding mit zwei iranischen Fluggesellschaften geschlossen. Iran Aseman sowie Iran Airtour wollen dem russischen Hersteller jeweils 20 Flugzeuge des Typs Sukhoi Superjet 100 SSJ100R abkaufen. Bei der Version R verzichtet der Hersteller weitestgehend auf Teile und Komponenten von US-Herstellern, um möglichen Verkaufsbeschränkungen der US-Regierung zu entgehen.

SSJ100R ist ein russischer Superjet

Die für den Iran bestimmten Superjets sind mit dem Buchstaben R im Typenkürzel SSJ100R versehen, da sie zu 50 bis 60 Prozent aus Teilen von russischen Zulieferern bestehen. Die bislang gebauten SSJ100 bestehen dagegen zu 70 Prozent aus Komponenten und Systemen westlicher Hersteller und unterliegen deswegen Exportbeschränkungen. Nach Angaben von Alexander Rubstov, dem Präsidenten von SCAC, hat sein Unternehmen schon seit einiger Zeit mit russischen Zulieferern daran gearbeitet, die SSJ100 mit einem höheren Anteil von russischen Systemen und Komponenten auszustatten. Für die SSJ100R werden die Hilfsgasturbine (APU), das Trägheitsnavigationssystem, die Kabine, das elektrische und das hydraulische System sowie andere Komponenten in Russland gefertigt.

Die größten Exportkunden für den Sukhoi Superjet sind derzeit die mexikanische Fluggesellschaft Internet mit einer Flotte von 22 SSJ100 sowie die irische CityJet, die 15 SSJ100 bestellt, und von diesen 15 bereits sechs Exemplare übernommen hat. Allerdings hat Interjet Probleme mit der Ersatzteilversorgung der SSJ100-Flotte. Die Fluggesellschaft hat deswegen vor einem halben Jahr vier ihrer Superjets aus dem aktiven Dienst genommen und nutzt sie als Ersatzteilspender für die anderen Exemplare.

 

 

 

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