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easyJet fliegt ab jetzt auch innerdeutsch

Die britische Niedrigpreis-Airline easyJet bedient seit heute auch innerdeutsche Strecken: Sie startete in Berlin-Tegel zum Erstflug nach München. Im März soll das Angebot massiv ausgedehnt werden.

5.01.2018

Seit dem 5. Januar 2018 fliegt die easyJet auch ab Berlin-Tegel innerdeutsche Strecken. © Günter Wicker/Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

So ganz langsam etabliert sich nach der airberlin-Pleite wieder etwas, was man Wettbewerb auf innerdeutschen Strecken nennen darf: Heute um 10.38 Uhr Ortszeit hob der erste Airbus A320 der britischen Niedrigpreis-Airline easyJet in Berlin-Tegel unter der Flugnummer EZY5569 zum ersten innerdeutschen Linienflug der Fluggesellschaft ab. Nach 52 Minuten Flugzeit landete er in München, um nach einem einstündigen Aufenthalt in München wieder in Richtung Berlin-Tegel zu fliegen.

Dadurch hat easyJet nun zwei Basen in Berlin: Eine in Berlin-Schönefeld, von wo sie schon seit 14 Jahren fliegt, allerdings bislang nicht auf innerdeutschen Strecken, und eine in Berlin-Tegel, die sie durch die Übernahme von Teilen der airberlin, erhalten hat. Von hier bietet die Airline zunächst 19 Strecken an, darunter auch vier  zu den innerdeutschen Destinationen München, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt. Weitere Strecken sind ab Tegel für den Sommerflugplan vorgesehen, der ab 25. März 2018 gilt.

easyJet will 37 A320 in Berlin stationieren

In Tegel will easyJet 25 Flugzeuge der Airbus A320-Familie stationieren. Allerdings werden für eine Übergangszeit bis maximal Herbst 2018 Flugzeuge im Wet Lease von anderen Airlines einige Strecken übernehmen, bis easyJet alle 25 ehemaligen airberlin-Flugzeuge auf ihren Standard umgerüstet hat. Dann hört die Bescheidenheit auf, denn immerhin ist Berlin-Tegel dann hinter London-Gatwick die zweitgrößte Basis für die Airline.

Thomas Haagensen, Deutschlanddirektor von easyJet, kommentierte die Streckeneröffnung mit den Worten: „Wir freuen uns sehr, dass wir unser Netzwerk von Berlin aus mit dem Launch der ersten neuen Strecken ab Tegel erweitern können. Wir wollen in Deutschland weiter wachsen und expandieren, um das Reisen für Passagiere einfach und erschwinglich zu machen. easyJet ist bereits seit langer Zeit ein verlässlicher Partner für die Menschen und die Region Berlin und Brandenburg. easyJet ist die Nummer eins, wenn es darum geht, europäische Gäste nach Berlin und Brandenburg zu bringen und damit den Tourismus in der Hauptstadt zu stärken. Wir bringen mehr Europäer nach Berlin als jede andere Airline.“

easyJet hat in Berlin etwas Großes vor. Die Flughafenbetreiber freut sich über den Wettbewerb. © Günter Wicker/Flughafen Berlin Brandenburg

Das Wachstum in Berlin kann die Airline nicht ohne zusätzliches Personal bewältigen. easyJet hat nach eigenen Angaben bereits im Dezember mit der Schulung von mehr als 40 neuen Kabinen-Crew-Mitglieder begonnen. 330 weitere hätten den Auswahlprozess erfolgreich abgeschlossen. Die ersten 30 ehemaligen Piloten der airberlin würden im Januar und Februar mit ihrer Einarbeitung beginnen, weitere 255 befänden sich zudem noch im Auswahlprozess.

Insgesamt will easyJet seine Mitarbeiterzahl in Deutschland auf 1.700 steigern.

Volker K. Thomalla

 

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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