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Emirates hat ihren 100. Airbus A380 übernommen

Die Fluggesellschaft Emirates hat heute im Auslieferungszentrum in Hamburg-Finkenwerder ihren 100. Airbus A380 übernommen. Das Flugzeug ist mit einer Sonderlackierung versehen, die an den Staatsgründer der Vereinigten Arabischen Emirate erinnert. 

3.11.2017

Der 100. Airbus A380 für Emirates ist mit einer speziellen Lackierung versehen, die an den Staatsgründer der Vereinigten Arabischen Emirates, Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan, erinnert. © Airbus

Emirates aus Dubai betreibt die größte Airbus A380-Flotte der Welt. Im Juli 2008 übernahm die Airline ihr erstes Exemplar, sechs Jahre später bereits ihr 50. Exemplar. Heute stieg die Zahl der von Emirates betriebenen Super Jumbos auf 100. Im Rahmen einer feierlichen Übergabe-Zeremonie auf dem Airbus-Werksflugplatz Hamburg-Finkenwerder übernahm heute morgen die Airline ihr 100. Exemplar. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen A6-EUV und der Werknummer MSN239 flog am 20. Februar dieses Jahres erstmalig in Toulouse und wurde in Finkenwerder mit seiner Innenausstattung sowie einer Sonderlackierung komplettiert.

Freuen sich über die Übergabe der 100. A380 an Emirates: Ali Al Ahmed, Botschafter der VAE in Deutschland, Seine Hoheit Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und CEO, Emirates Airline & Group, Tom Enders, CEO Airbus, Senator Frank Horch, Freie und Hansestadt Hamburg, Dominic Horwood, Director – Customer and Services Rolls-Royce, und Fabrice Brégier, Chief Operating Officer Airbus und Präsident Airbus Commercial Aircraft. © Airbus

An der Übergabezeremonie nahm neben Tim Clark, dem Präsidenten von Emirates und Tom Enders, Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus, auch Scheich Ahmed bin Saeed Al-Maktoum, der Vorstandsvorsitzende und Chief Executive der Emirates Airlines und Group, teil.

Airbus A380 steigert die Nachfrage

„Dies ist ein großer Moment für Emirates, für Airbus und für unsere zahlreichen Partner des A380-Programms. Die A380 hat zweifellos einen großen, positiven Einfluss auf die Luftfahrtproduktion und die gesamte Luftverkehrsindustrie“, sagte Scheich Ahmed. „Die A380 unterstützt hunderttausende Arbeitsplätze und fördert Innovation sowie neue Produktentwicklungen in verschiedensten Bereichen wie Bodenabfertigung, Catering, Flughafeneinrichtungen und Kabinenausstattung, um nur einige zu nennen. Für Emirates ist die A380 ein voller Erfolg. Wir können sie an Airports mit beschränkter Slotanzahl sowie an regionalen und sekundären Flughäfen einsetzen, wo wir die Passagiernachfrage gesteigert haben. Jedes Mal, wenn wir unsere A380 auf einer neuen Strecke einsetzen, stimuliert das zusätzlichen Verkehr und Nachfrage vor Ort, da die Passagiere vom Erlebnis an Bord unseres A380-Flaggschiffs angezogen werden. Wir bleiben dem Programm weiterhin verpflichtet und werden eng mit Airbus und unseren Partnern daran arbeiten, unser A380-Produkt kontinuierlich zu verbessern, während wir der Auslieferung der restlichen 42 bestellten Jets entgegenblicken.“

Emirates hat am 3. November 2017 ihre 100. A380 übernommen. © Emirates

Bevor das mit 516 Passagiersitzen (14 First, 76 Business Class, 426 Economy Class) ausgestattete Flugzeug jedoch am 18. November zu seinem ersten Linienflug aufbricht, wird es auf der Dubai Airshow in der kommenden Woche ausgestellt. Dort wird es mit seiner Sonderlackierung für Aufsehen sorgen. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) feiern 2018 als das „Year of Zayed“. Zayed bin Sultan Al Nahyan ist einer der Gründerväter der Vereinigten Arabischen Emirate und wurde vor 100 Jahren geboren.

Wechsel zu Rolls-Royce-Triebwerken

Das Jubiläumsflugzeug wird von vier Rolls-Royce Trent 972-Turbofans angetrieben. Emirates hat in seiner Flotte 90 A380, die von GP7200 der Engine Alliance angetrieben werden und zehn A380 mit Rolls-Royce-Triebwerken. Im April 2015 hatte Emirates einen Vertrag mit dem britischen Triebwerkshersteller über die Beschaffung von Rolls-Royce-Trent-Triebwerken für ihre A380 unterschrieben. Mit einem Vertragswert von 8,7 Milliarden Euro war dies der größte Vertrag, den Rolls-Royce jemals abgeschlossen hatte.

Emirates fliegt mit dem Airbus A380 täglich nach Frankfurt, Düsseldorf und München. Insgesamt bedienen die A380 der Airline 48 Destinationen. © Volker K. Thomalla

Die Airline bedient insgesamt 48 Destinationen weltweit mit ihrem Flaggschiff. In Deutschland fliegt sie mit der A380 nach Düsseldorf, Frankfurt und München. Die Airline beschäftigt 1.500 Piloten und 23.000 Flugbegleiter für dieses Muster. Auf der Strecke Auckland – Dubai führt Emirates den mit einer Großkreisentfernung von 8.818 nautischen Meilen (14.191 Kilometern) zweitlängsten Linienflug der Welt durch. Im Gegensatz dazu steht die Strecke Dubai – Kuwait, die mit gerade einmal 851 Kilometern die kürzeste A380-Strecke der Welt ist.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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