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Frankfurt Airport nutzt Landebahn Nordwest als Parkplatz

Um Platz für das Abstellen der derzeit geparkten Flugzeuge zu schaffen, hat der Flughafen Frankfurt eine Piste vorübergehend aus dem aktiven Flugbetrieb herausgenommen.

26.03.2020

Seit dem 23. März 2020 wird die Piste 07L/25R des Frankfurter Flughafens als Parkplatz für Widebodies der Lufthansa genutzt. © Lufthansa

Jetzt, wo angesichts eines Rückgangs von über 70 Prozent aller Flüge in Europa, viele Passagierflugzeuge vorübergehend aus dem Verkehr genommen werden, stellt sich die Frage: Wo stellt man diese Menge an Flugzeugen ab? Die normalen Parkplatz-Kapazitäten an den Verkehrsflughäfen sind nicht dafür ausgelegt, dass Hunderte von Airlinern gleichzeitig am Boden stehen.

Piste 07L/25R ist gesperrt

Allein die Lufthansa Group hat rund 700 ihrer Flugzeuge stillgelegt. Viele dieser Flugzeuge sind derzeit auf ihren Drehkreuzen Frankfurt und München gestrandet. Deshalb hatte sich die Fraport AG entschlossen, die Piste 07L/25R, die so genannte Nordwestbahn, sowie die dazugehörigen Taxiways sowie die Rollbrücken über die Autobahn ab dem 23. März bis zunächst zum 30. April zu schließen, um Platz für das Abstellen der Flugzeuge zu schaffen. Die 2.800 Meter lange Piste war im Oktober 2011 nach 13-jähriger Planungs- und Bauzeit eingeweiht worden.

Rund um die Baustelle des Terminals 3 am Flughafen Frankfurt sind derzeit Flugzeuge geparkt. © Vasco Garcia

Auf der Piste stehen nun vor allem Widebodies der Typen A330 und A340 der Lufthansa. Aktuelle Fotos vom Flughafen zeigen 18 Großraumflugzeuge, die dort abgestellt sind.

Weitere Abstellpositionen hatte der Flughafen bereits vorher rund um die Baustelle des Terminals T3 genutzt. Außerdem stehen auf verschiedenen Taxiways ebenfalls derzeit nicht benötigte Flugzeuge. Dr. Stefan Schulte, der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, sagte: „Weitere Maßnahmen im Bereich der Terminals und des Start- und Landebahnsystems werden kontinuierlich geprüft und bei Bedarf angepasst.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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