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JetBlue wird Erstkunde für den Airbus A220-300

Airbus hat heute mit der US-Fluggesellschaft JetBlue einen Erstkunden für den Airbus A220 präsentiert. Bis gestern hatte die Flugzeugfamilie noch Bombardier C Series geheißen.

11.07.2018

Die US-Fluggesellschaft JetBlue hat eine Kaufabsichtserklärung für 60 A220-300 bei Airbus unterschrieben. © Fixion/Airbus

Die US-Fluggesellschaft JetBlue Airways hat heute bei Airbus ein Memorandum of Understanding (MoU) über den Kauf von 60 Flugzeugen des Typs A220-300 unterschrieben. Diese Flugzeuge sollen ab 2020 an JetBlue geliefert werden. Zusätzlich hat die Fluglinie Optionen für 60 weitere Exemplare dieses Typs mit Lieferterminen ab 2025 gezeichnet. Die Fluggesellschaft hatte das Flugzeugmuster einer eingehenden Analyse unterzogen. Dazu gehörte auch eine Vorführung des Typs in einem Hangar auf dem John F. Kennedy Airport in New York, wo Vertriebsmitarbeiter, Techniker, Piloten und Flugbegleiter das Flugzeug persönlich unter die Lupe nehmen konnten.

3.330 nautische Meilen Reichweite

Die große Reichweite der A220-300 von 3.300 nautischen Meilen (6.112 Kilometer) im Vergleich zur Reichweite der Embraer E190 von 2.449 nautischen Meilen (4.537 Kilometer) war einer der Faktoren, die JetBlue von dem ehemaligen Bombardier-Muster überzeugten. „Das Flugzeug öffnet uns Türen zu neuen Märkten und Strecken, die wir mit unserer existierenden Flotte nicht hätten profitabel bedienen können„, teilte das Unternehmen mit.

Erst Anfang des Monats hatte Airbus die Mehrheit an dem Programm übernommen. Gestern hatte Airbus die Bezeichnung der Flugzeugfamilie von Bombardier C Series in Airbus A220 geändert.

Eric Schulz, Chief Commercial Officer (CCO) von Airbus, sagte heute: „JetBlues Entscheidung für die A220 als Ergänzung ihrer wachsenden A320-Flotte ist eine großartige Bestätigung, einerseits für die A220 selbst, andererseits für die Art und Weise, wie diese beiden Flugzeugfamilien zusammenarbeiten können, um einem Airline-Netzwerk eine großartige Flexibilität und den Kunden ein großartiges Flugerlebnis zu verschaffen.“

Ab 2020 wird JetBlue ihre Embraer 190 sukzessive außer Dienst stellen und durch Airbus A220-300 ersetzen. © V. K. Thomalla

Parallel zum A220-MoU hat JetBlue eine bestehende Bestellung für 25 Airbus A320neo in einen Auftrag für 25 A321neo umgewandelt. Damit erhöht sich die Zahl der von JetBlue fest bestellten A321neo auf 85. JetBlue betreibt derzeit eine Flotte von 130 A320 und 57 A321. Im Segment der kleinen Single-Aisle-Flugzeuge verfügt die in New York ansässige Airline über 60 Embraer 190. Diese Flugzeuge sollen ab 2020 nach und nach außer Dienst gestellt werden.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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