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Lufthansa ändert das Design ihrer Flugzeuge!

Die Lufthansa wird ihren Markenauftritt verändern und deswegen auch das Design ihrer Flugzeuge überarbeiten, hält sich aber noch mit Details bedeckt. Eine Boeing 747-8I wird aber derzeit in Italien schon mit dem neuen Farbschema lackiert, und die erste A350 mit der neuen Lackierung wurde auch schon in Toulouse gesichtet.

20.01.2018

Auch die brandneuen Airbus A350 der Lufthansa werden in naher Zukunft auf das neue Design-Schema umlackiert. © Patrick Kuscheln

Nach drei Jahrzehnten gibt sich die Lufthansa einen neuen Markenauftritt. Das neue Design soll im Februar erst den Mitarbeitern und anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Mit der eigens dafür erstellten Website explorethenew bereitet die Kranich-Airline die Änderungen der Corporate Identity vor. Dort gibt es in einem Imagefilm mehr oder weniger deutliche Hinweise darauf, in welche Richtung sich das Design ändern wird: „Vieles ändert sich“, „weniger ist oft mehr“, „Gutes bleibt“, „Wir sind offen für neues“, „Der Kranich wird 100“ und „wir gehen mit der Zeit“, heißt es da. Der Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr hat in der Vergangenheit schon mehrfach angedeutet, dass er das Design der Airline überarbeiten möchte.

Vom Timing her könnte die Vorstellung des neuen Markenauftritts ins Umfeld der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin platziert worden sein. Die größte Reisemesse der Welt findet vom 7. bis zum 11. März in Berlin statt und gilt als wichtigster Branchentreff. Dies wäre ein idealer Zeitpunkt für die Vorstellung einer neuen Corporate Identity.

Auch die Logo-Schriftart wird geändert

Nach Informationen aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen wird auch die Schriftart des Logos geändert. Auf der rumänischen Website boardingpass.ro sind Seitenansichten von Lufthansa-Flugzeugen mit einem neuen Design aufgetaucht. Allerdings wird bei diesen Zeichnungen noch Helvetica als Schriftart des Lufthansa-Logos verwendet. Diese Schriftart wird wohl nicht länger genutzt werden. Aber die Farbe Gelb als Hintergrund des Kranich-Logos wird wohl verschwinden.

Das rumänische Webportal boardingpass.ro hat sich Gedanken gemacht, wie eine neue Lufthansa-Lackierung aussehen könnte. So wie hier dürfte das Ergebnis nicht ganz aussehen, denn die Schriftart des Logos soll mit dem neuen Livery auch geändert werden. © boardingpass.ro

 

Das neue Design, so ist aus gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen, orientiert sich zwar an dem bisherigen Design, aber die Änderungen sollen schon deutlich erkennbar sein. Die Farbe blau wird bei der neuen Lackierung der Flugzeuge eine stärkere Rolle spielen als bisher. Das Logo der Lufthansa wird auch modifiziert, der Kranich als Symbol der Fluggesellschaft bleibt aber erhalten, wenn auch in überarbeiteter Form. Mit dem Hashtag #ExploreTheNew möchte die Airline ihre Mitarbeiter und Kunden animieren, sich auf sozialen Medien zum neuen Design zu äußern.

Als erstes Neuflugzeug wird die neunte A350 der Lufthansa (Kennzeichen D-AIXI, MSN202) das neue Lufthansa-Farbschema erhalten. Das Flugzeug wurde in Toulouse auch bereits auf eigenen Rädern stehend gesehen. Aber das bereits lackierte Leitwerk war mit einer weißen Schutzfolie angeklebt, so dass die Farbgebung und die Form des Logos auf dem Leitwerk nicht zu sehen war. An den Rändern der Schutzfolie blitzte ein dunkles Blau hervor. Der Rumpf des Zweistrahlers ist derzeit noch nicht lackiert, sondern ist nur mit der Schutzfarbe (Primer) bedeckt.

Die Umstellung nimmt viel Zeit in Anspruch

Die jetzt bevorstehenden Änderungen betreffen aber nicht nur die Flugzeuglackierung, sondern sollen auch im Inneren der Flugzeuge und an den Gates sichtbar sein. Eine Änderung des Markenauftritts ist ein umfangreiches und teures Unterfangen. Allein die Lackierung der 320 Flugzeuge der Lufthansa-Flotte kostet Millionen. Deswegen werden die meisten Lackierungen erst mit fälligen Wartungen zusammen vorgenommen. Die Umstellung auf das neue Design ist auch zeitaufwendig: American Airlines hat für die Umlackierung ihrer Flotte auf das 2013 vorgestellte Design insgesamt fünf Jahre benötigt.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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