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Neue Airline: Carinair will ab Dortmund an den Start gehen

Fliegen soll mit der Carinair wieder zu einem positiven Erlebnis werden. Die neu gegründete Airline will in Dortmund ihre erste Basis eröffnen und noch in diesem Jahr ihre ersten Flüge durchführen. Das neue Unternehmen plant zudem ein rapides Wachstum. 

27.02.2019

Die Carinair Airlines Malta schaut sich sowohl den Airbus A220 als auch den Suchoi Superjet SSJ100 als Basismuster für die Flotte an. © Airbus

Wenn ein Markt so in Bewegung ist, wie der Airline-Markt momentan, bieten sich auch immer Gelegenheiten für neue Ansätze. Die Carinair Airlines Malta will als neu gegründete Fluggesellschaft noch in diesem Jahr ab Dortmund an den Start gehen, sagte Hans Hekker, einer der Gründer der neuen Airline, im Gespräch mit Aerobuzz.  „Wir können im Moment noch nicht sehr viel verraten, aber wir wollen mit Dortmund beginnen und Point-to-Point-Verbindungen mit 100-Sitzern anbieten. Wenn Sie beispielsweise heute von Dortmund nach Kopenhagen fliegen wollen, geht das nur mit umsteigen in München.“ Man plane grundsätzlich zwei Flüge pro Tag zu einer Destination

Airbus A220 gegen Suchoi SSJ100

Man sei bei der Wahl des Fluggeräts bei nur noch zwei Mustern: Entweder dem Airbus A220-100 oder dem Suchoi Superjet SSJ100. Es sei geplant, relativ schnell auf eine Flottenstärke von 26 Flugzeugen zu wachsen, allerdings dann natürlich auch mit Strecken aus anderen Standorten heraus. „Carinair hat die Unterstützung der Industrie. Dortmund entwickelt sich zu einem Technologie-Standort und benötigt deshalb eine gute Verkehrsinfrastruktur, auch in der Luft“, so Hans Hekker.

Derzeit sei man noch mit Investoren im Gespräch. Sobald die Finanzierung stehe, könne man innerhalb von sechs Monaten nach Erteilung des AOC an den Start gehen. Hekker ist zuversichtlich, dass dies noch in diesem Jahr der Fall sein wird. Seine Erfahrungen mit der maltesischen Luftfahrtbehörde sei sehr positiv.

Der Suchoi Superjet SSJ100 ist ein Kandidat für die Carinair Airlines Malta. © SCAC

„Unser Team besteht aus erfahrenen Mitarbeitern, die auch alle erfahrene Geschäftsreisende sind. Deshalb wissen wir genau, was die Passagiere haben wollen. Carinair plant einen Sitzabstand von 34 inch, um den Fluggästen wieder mehr Platz einzuräumen. Alle anderen Airlines versuchen derzeit, den Platz für die Passagiere weiter zu reduzieren“, so Hekker. Damit die Passagiere an Bord mit ihren Büros verbunden bleiben könne, will Carinair freies WLAN für alle an Bord anbieten.

Auch bei der Bezahlung will Carinair neue Wege gehen und als erste „crypto-friendly“ Airline auch die Bezahlung mit Krypto-Währung ermöglichen. „Wir werden nicht so billig sein wie Ryanair, aber wir haben einen extrem kleinen  Overhead und können deshalb günstig fliegen“, so Hekker gegenüber Aerobuzz. „Wir wollen, dass Fliegen wieder zu einem positiven Erlebnis wird und dass die Passagiere nicht wie Vieh behandelt werden.“

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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