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Der irische Low-Cost-Carrier Ryanair steigt bei Laudamotion ein und will bis zu 75 Prozent der Anteile erwerben. 

21.03.2018

Laudamotion nimmt am 25. März 2018 mit Airbus-Flugzeugen den Flugbetrieb auf. © Laudamotion

Ryanair hat gestern bekanntgegeben, dass sie mit der Laudamotion GmbH eine Vereinbarung über einen Einstieg bei der österreichischen Fluggesellschaft getroffen hat. Der irische Low-Cost Carrier übernimmt zunächst 24,9 Prozent der Anteile von Niki Lauda und will, sofern die EU-Wettbewerbshüter zustimmen, später bis zu 75 Prozent der Anteile erwerben. Die Kosten für den Dreiviertel-Anteil von Laudamotion liegen nach Angaben des Carriers bei unter 50 Millionen Euro.

Ryanair hat finanzielle und Management-Unterstützung beim Aufbau der Laudamotion zugesagt.   Sie hat sich bereiterklärt, zusätzlich bis zu 50 Millionen Euro an operativen Kosten zu übernehmen. In einem weiteren Schritt werden die Iren sechs Flugzeuge im Wetlease zur Verfügung stellen.

Partnerschaft mit Condor und Ryanair

Die mittelfristige Planung für Laudamotion sieht vor, dass der österreichische Carrier auf bis zu 30 Airbus-Standardrumpf-Flugzeuge wachsen soll. Innerhalb von drei Jahren soll das Unternehmen profitabel arbeiten.

Damit, dass Niki Lauda (69) die Laudamotion verkaufen wird, war gerechnet worden, allerdings nicht damit, dass dieses nur Tage nach der Betriebsaufnahme der neuen Linienfluggesellschaft erfolgen würde.

Die Ankündigung war nicht zuletzt für die Condor eine große Überraschung, die eine enge Partnerschaft mit Laudamotion eingehen wollte. Sie setzt bis Juni sechs A320 der Laudamotion in Düsseldorf für sich ein und soll auch die Vermarktung der Laudamotion-Flüge, die Verkehrsleitstelle sowie die Crewplanung übernehmen.

Michael O’Leary, Hauptgeschäftsführer von Ryanair, sagte zu der vereinbarten Partnerschaft mit Laudamotion: „Wir freuen uns gemeinsam mit Niki Lauda, seine Vision einer erfolgreichen österreichischen Low Fare Airline für den Linien- und Chartermarkt zu entwickeln. Bei Laudamotion kommt eine Airbus-Flotte zum Einsatz, das ist ein Projekt, das wir in der Ryanair-Gruppe seit einigen Jahren verfolgen. Laudamotion wird von der Partnerschaft stark profitieren. Die Airline bekommt Zugang zur Ryanair-Flotte und unseren finanziellen Ressourcen. Laudamotion kann damit in einem Markt, der mit Austrian und Swiss von der Lufthansa Gruppe und ihren Hochpreistickets dominiert wird, rascher wachsen.“

Volker K. Thomalla

 

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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