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von der Leyen versetzt Luftwaffen-Inspekteur in den Ruhestand

Das Personalkarrussell im Bundesministerium der Verteidigung dreht sich. Der Inspekteur der Luftwaffe, Karl Müllner, wird Ende Mai in den Ruhestand versetzt, ihm folgt Generalmajor Ingo Gerhartz.

19.03.2018

Generalleutnant Karl Müllner (2. von rechts) nahm an der Übergabe der ersten Lockheed C-130J an Frankreich in Orléans teil. © Johannes Heyn/Luftwaffe

Nachdem die Regierung gebildet und die Minister ernannt wurden, dreht sich in verschiedenen Ministerien das Personalkarrussell. Auch im Bundesministerium für Verteidigung unter der Führung der alten und neuen Ministerin Ursula von der Leyen, wechselt das Personal auf etlichen Führungspositionen. Der bisherige Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner, ist auch betroffen und wird mit Ablauf des Monats Mai in den Ruhestand versetzt. Sein Nachfolger wird Generalmajor Ingo Gerhartz, der momentan noch den Posten des stellvertretenden Abteilungsleiters Strategie und Einsatz im Bundesverteidigungsministerium bekleidet.

General Müllner war über 2.000 Tage im Amt

General Müllner war seit April 2012 Inspekteur der Luftwaffe. Kein Inspekteur vor ihm kann auf eine solche lange Dienstzeit im Amt zurückblicken. Müllner wird am 31. Mai 2.226 Tage im Amt gewesen sein.

Als einer der Gründe für Müllners Versetzung in den Ruhestand wird seine klare Position bei der Frage des Tornado-Nachfolgers angesehen. Müllner hatte sich deutlich für die Lockheed Martin F-35 Lightning II ausgesprochen, während das Verteidigungsministerium in Richtung einer modernisierten Version des Eurofighter Typhoon tendiert. Ab 2025 benötigt die Luftwaffe ein Nachfolgemuster für den Panavia Tornado. Müllner hat deutlich gemacht, dass man, um einen problemlosen Übergang zu gewährleisten, eine auf dem Markt bereits erhältliche Lösung benötige, und dass keine Zeit bliebe, eine einzigartige eigene Lösung zu entwickeln.

Im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung hatte es noch so ausgesehen, als ob die Regierung die Position des Luftwaffen-Inspekteurs unterstützt, denn in Richtung Industrie steht im Koalitionsvertrag wörtlich: „Die Bundeswehr beschafft, was sie braucht, und nicht, was ihr angeboten wird.“ 

Bob Fischer

 

 

3 Kommentare

  • Mike Müller

    Recherchieren Sie bitte richtig! Von der Leyen versetzt Müllner nicht in den Ruhestand, sondern er erreicht im Mai die Altersgrenze von 62 Jahren nach dem Soldatengesetz (§ 45 (2) 1.) und geht deswegen automatisch in den Ruhestand.

    Sie formulieren Ihren Artikel so, als ob die Ministerin ihn nach § 50 des gleichen Gesetzes in den einstweiligen Ruhestand versetzt, was ein sehr großer Unterschied ist und die Zustimmung des Bundespräsidenten erfordern würde!

    • Volker K. Thomalla

      In der Pressemitteilung des BMVg heißt es wörtlich: „Generalleutnant Karl Müllner, Inspekteur der Luftwaffe, soll zum Ablauf des Monats Mai in den Ruhestand treten.“ Dies klingt nicht so, als ob es sich um eine normale Ablösung handelt. Außerdem wurde Karl Müllner schon im Februar 62 Jahre alt.

  • Mike Müller

    „Dies klingt nicht so“, klingt für mich so, als ob sie nicht wissen sondern nur interpretieren. Es gab auch noch keine Mitteilung, dass die Bundesministerin der Verteidigung den Bundespräsidenten gebeten hätte, den General in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen und solange das nicht passiert sollte man doch wohl davon ausgehen, dass die reguläre Dienstzeit des Generals Ende Mai 2018 endet, anstatt hier zu spekulieren, dass er entlassen worden ist.

    Die Formulierung „tritt in den Ruhestand“, ist übrigens die geläufige Formulierung, die das Ministerium in den Fällen des normalen Ruhestands verwendet.

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