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Airbus hat im vergangenen Jahr 17 A400M ausgeliefert

Airbus fährt in Abstimmung mit den Kunden die Fertigungsfrequenz beim Militärtransporter A400M herunter. 2018 hat der Hersteller noch 17 Exemplare ausgeliefert, 2020 sollen es noch acht pro Jahr sein. Dadurch will der Hersteller Zeit gewinnen, um das Programm auf Kurs zu bringen.

15.02.2019

Im Februar 2019 hat Airbus in Sevilla mit der Endmontage der ersten A400M für Luxemburg begonnen. © Airbus

Lange Jahre war der viermotorige Militärtransporter A400M das Sorgenkind Nummer eins beim europäischen Aerospace-Konzern Airbus. Ganz sorgenfrei ist das Programm auch heute noch nicht, aber „der Airbus A400M hat riesige Fortschritte gemacht“, sagte Airbus-Hauptgeschäftsführer Tom Enders gestern bei der Jahrespressekonferenz des Unternehmens in Toulouse. Im vergangenen Jahr habe man 17 Flugzeuge dieses Musters ausgeliefert und das in nur elf Monaten. Im Vorjahr hat der Hersteller noch 19 Exemplare ausgeliefert.

A400M für Luxemburg

Ab 2020 will Airbus in Abstimmung mit den Kunden nur noch acht A400M produzieren. Damit hofft Airbus, Zeit zu gewinnen, um das Programm auf Kurs zu bringen und weitere Kunden von dem Transporter zu überzeugen.

„Das A400M-Team hat im vergangenen Jahr eine nicht ganz einfache Aufgabe bewältigt“, sagte Enders gestern in Toulouse. „Wir haben einen sehr wichtigen Schritt bei der Risikoreduzierung dieses Programms geschafft. Bei der A400M konnten wir mit unseren Regierungskunden eine Neuausrichtung des Programms vereinbaren.“  Mit einer Vertragsunterzeichnung rechnet der im April aus dem Amt scheidende Airbus-Chef noch im ersten Halbjahr.

Allerdings verbleiben weiterhin Risiken bei der Entwicklung der Fähigkeiten des Flugzeugs und der pünktlichen Sicherung von Exportaufträgen sowie der Zuverlässigkeit des Flugzeugs, besonders im Hinblick auf die Triebwerke.

Eine A400M für Luxemburg

Derweil sind im Airbus-Werk in Sevilla die ersten Hauptbaugruppen für die erste A400M für das Großherzogtum Luxemburg eingetroffen, und die Endmontage des Flugzeugs mit der Seriennummer MSN104 hat begonnen. Luxemburg erwartet die Auslieferung seines Militärtransporters Anfang nächsten Jahres. Das Land wird das Flugzeug in ein belgisches Lufttransportgeschwader einbringen und 16 Piloten stellen.

Das Flugzeug sei bereits fast komplett bezahlt, teilte der luxemburgische Verteidigungsminister François Bausch auf eine parlamentarischen Anfrage mit. Bis Mitte Januar 2019 habe die Regierung Zahlungen in Höhe von rund 156 Millionen Euro geleistet Die Gesamtkosten für das Flugzeug lägen bei 197,3 Millionen Euro, diese Summe enthalte auch die Mehrwertsteuer in Höhe von 28,7 Millionen Euro.

A400M-Auftraggeber und Betreiber

LandBestellungenLieferungen
Belgien70
Deutschland5325
Frankreich5014
Großbritannien2220
Luxemburg10
Malaysia44
Spanien274
Türkei107
Summen17474

Stand: 15.02.2019
Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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