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Bell hat die Bell 360 Invictus für die US Army vorgestellt

Bell hat das Konzept eines neuen, leichten und bewaffneten Aufklärungshubschraubers vorgestellt, mit dem der Hersteller in den FARA-Wettbewerb der US Army geht. Dort wird die Bell 360 Invictus auf vier weitere Konkurrenten treffen.

4.10.2019

Bell hat mit der Bell 360 Invictus einen neuen Hubschrauber-Entwurf in den FARA-Wettbewerb der US Army für einen künftigen Aufklärungshubschrauber vorgestellt. © Bell

Bell hat am Mittwoch im Vorfeld der Jahrestagung der AUSA (Association of the United States Army) das Konzept eines neuen Kampfhubschraubers namens Bell 360 Invictus vorgestellt, mit dem der Hersteller beim FARA-Wettbewerb der US Army antreten will. Der FARA-Wettbewerb (Future Armed Reconnaissance Aircraft) wurde gestartet, um bis 2028 einen neuen bewaffneten Aufklärungshubschrauber für die US-Armee zu finden.

Derzeit haben fünf Firmen beziehungsweise Konsortien Angebote unterbreitet. Dabei handelt es sich um die Firmen AVX Aircraft, Bell, Boeing, Karem Aircraft und Sikorsky Aircraft. Es ist geplant, dass zwei Wettbewerber im nächsten Jahr einen Auftrag für den Bau ihres Prototyps erhalten, die sich 2023 bei der Flugerprobung beweisen müssen.

Tragflächen liefern Auftrieb

Bell unternimmt mit der Bell 360 Invictus einen eher konservativen Ansatz. Das Unternehmen will mit der Nutzung von bewährten und erprobten Technologien der US Army einen risikoarmen Ansatz für das FARA-Programm bieten. Bei dem Hubschrauber handelt es sich um einen Drehflügler mit seitlichen Tragflächen und Stealth-Eigenschaften. Die Tragflächen sollen Auftrieb liefern und so die Geschwindigkeit und die Reichweite des Helikopters erhöhen. Ein Vierblatt-Hauptrotor sowie ein ummantelter Heckrotor sind weitere Merkmale der Invictus. Das Rotorsystem des neuen Hubschraubers beruht auf dem System der Bell 525 Relentless und soll Geschwindigkeiten über 185 Knoten True Air Speed (342 km/h) ermöglichen.

Die Bell 360 Invictus soll mit einer 20-mm-Kanone sowie verschiedenen Lenkwaffen ausgerüstet werden. © Bell

Ein Fly-by-Wire-System sorgt für eine Entlastung des Piloten und bildet die Grundlage für einen späteren autonomen Betrieb des Hubschraubers. Als Kampfradius haben die Bell-Ingenieure 135 nautischen Meilen (250 Kilometer) berechnet, wobei die Invictus über ausreichend Treibstoff verfügen soll, um 90 Minuten vor Ort zu fliegen. Ein so genanntes digitales Rückgrat („Digital Backbone“) von Collins Aerospace in Verbindung mit einer offenen Systemarchitektur soll den Aufklärungshubschrauber von vornherein  für heute noch nicht absehbare Entwicklungen zukunftssicher machen.

Als Standardbewaffnung ist eine 20-mm-Kanone in einem Bugturm vorgesehen. Waffenschächte im Rumpf unter den Tragflächen sind so ausgelegt, dass sie eine große Bandbreite an verschiedenen heutigen und künftigen Waffensystemen aufnehmen können.

Vince Tobin, Executive Vice President für Militärgeschäfte, sagte bei der Vorstellung des Hubschraubers: „Die Bell 360 wird für eine bessere Übersicht über die Lage auf dem Schlachtfeld liefern und tödliche Optionen zur Unterstützung der eignen Kräfte zu erschwinglichen Kosten bereithalten. Künftige Gefechte werden komplexer sein, und unser Team liefert eine leistungsfähige und risikoarme Lösung.“

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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