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C-130J der Luftwaffe sollen nach Evreux

Deutschland und Frankreich wollen je sechs C-130J Hercules in eine neue Lufttransporteinheit einbringen. Die Flugzeuge – die von deutscher Seite noch bestellt werden müssen – sollen in Évreux in der Normandie stationiert werden.

24.04.2017

Die C-130J Hercules der Luftwaffe sollen auf dem französischen Fliegerhorst Evreux stationiert werden. © US Air Force/Chris Birdwell

Beim Besuch des französischen Verteidigungsministers Jean-Yves Le Drian in Berlin Anfang April haben Deutschland und Frankreich einen Vertrag zur Kooperation beim taktischen Lufttransport unterzeichnet. Die Streitkräfte der beiden Nationen wollen eine gemeinsame Lufttransporteinheit mit C-130J Hercules aufstellen, die in Évreux in der Normandie stationiert werden soll. Während Frankreich das Muster bereits bei Lockheed Martin bestellt hat, gibt es noch keinen Auftrag aus Deutschland.  Klar scheint, dass die für das Training notwendigen Simulatoren vom kanadischen Hersteller CAE geliefert werden. Beide Nationen erhoffen durch den binationalen Verband Einsparungen beim Training und beim Flugbetrieb.

Frankreich wird bei der gemeinsamen Einheit als „Rahmennation“ dienen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums ermöglicht diese bilaterale Kooperation „Deutschland zu vermeiden, dass nach der Ausmusterung der C-160 Transall eine Fähigkeitslücke hinsichtlich der Nutzung von Flugplätzen mit eingeschränkter Infrastruktur entsteht“. Die C-130J Hercules sollen voraussichtlich 2021 geliefert werden.

Der Wehrbeauftragte des Bundestages hatte sich zuvor auch für eine zeitnahe Beschaffung der C-130J ausgesprochen.

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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