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Die Blue Angels haben die C-130 Fat Albert außer Dienst gestellt

Die C-130T Fat Albert der Blue Angels war mit ihren Flugvorführungen eines der populärsten Transportflugzeuge bei Airshows. Nun ist ihre Zeit abgelaufen, der Transporter wird außer Dienst gestellt. 

24.05.2019

Ein spektakulärer Tiefflug über der Piste gehörte zur Flugvorführung der C-130 Fat Albert. © Volker K. Thomalla

Das U.S. Navy Flight Demonstration Squadron, die Blue Angels, haben sich von ihrer C-130T mit dem Spitznamen „Fat Albert“ trennen müssen. Das Flugzeug, das seit 2002 das Kunstflugteam begleitet hat, ist an das Ende seiner wirtschaftlichen Nutzungsdauer gekommen. Es wird nun als Übungsobjekt für angehende Techniker in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas dienen.

Das US Marine Corps schickt konventionelle C-130J und KC-130J zur logistischen Unterstützung der Blue Angels. Diese Flugzeuge werden aber nicht an den Flugvorführungen des Teams teilnehmen, und die Besatzungen werden nicht an das Flight Demonstration Squadron abgestellt.

C-130T Fat Albert

Seit 1970 war den Blue Angels jeweils eine C-130 fest als Transportflugzeug für den Transport von Technikern und Ersatzteilen zugeordnet. Seit 1975 nahm die C-130 des Teams – die schnell den Spitznamen „Fat Albert“ erhielten – auch an den Flugvorführungen der Blue Angels teil. Besonders spektakulär waren die Starts mit den Starthilfsraketen JATO (Jet Assisted Take-Off), die das Flugzeug nach einer extrem kurzen Startrollstrecke steil in den Himmel schossen.

30.000 Flugstunden in 17 Jahren

Im Laufe der Jahre dienten verschiedene C-130 bei dem Team, die letzte, die nun außer Dienst gestellt wurde, kam 2002 zu der Einheit. Sie flog in den 17 Jahren über 30.000 Flugstunden für die Blue Angels. Sie war auch die letzte C-130 in den US-Streitkräften, die einen JATO-Start absolvierte. Seit 2009 gibt es keine JATO-Starthilfsraketen mehr, so dass diese populäre Vorführung nicht mehr stattfinden konnte.

Das Flugzeug (BuNo 164763) war erst 2016 für zehn Monate für eine grundlegende Instandhaltung in die Werft gekommen. Bei diesem Werftaufenthalt erhielt sie auch neue Propeller. In der Saison 2017 war Fat Albert wieder im Einsatz. Die letzte Show, die der viermotorige Transporter fliegen sollte, war die „Legends in Flight Air Show“ am 11. und 12. Mai dieses Jahres auf der Joint Base Andrews südöstlich von Washington, D.C. Der geplante Auftritt am Sonntag kann jedoch nicht zustande, er musste wegen schlechten Wetters abgesagt werden.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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