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Die Bundeswehr setzt den Flugbetrieb mit dem Tiger aus

Aus Sicherheitsgründen lässt die Bundeswehr die Kampfhubschrauber Tiger im Moment nicht fliegen. Der Hersteller Airbus Helicopters hat die Kunden informiert, dass in der Rotorsteuerung möglicherweise Bolzen installiert worden sind, die nicht den Spezifikationen entsprechen und im Flug brechen könnten. 

8.08.2019

Der Kampfhubschrauber Tiger wird von den Streitkräften in Deutschland, Frankreich, Australien und Spanien geflogen. © Volker K. Thomalla

Die Bundeswehr wird weiterhin von Materialmängeln geplagt. Nun gibt es erneut Probleme mit dem Kampfhubschrauber Tiger. Airbus Helicopters als Hersteller hatte die Kunden darüber informiert, dass ein Titanbolzen der Rotorsteuerung unter Umständen einen Materialfehler aufweisen könne. Im schlimmsten Fall könnte der Bolzen im Flug brechen und den Absturz des Helikopters verursachen. Die betroffenen Bolzen müssen deswegen inspiziert und bei Bedarf ausgetauscht werden.

Flugausbildung wird unterbrochen

„Sicherheit hat für die Bundeswehr oberste Priorität. Aus diesem Grund hat der General Flugbetrieb Heer angewiesen, den Flugbetrieb mit dem Kampfhubschrauber Tiger vorläufig auszusetzen. Von der Sperrung betroffen sind die Kampfhubschrauber Tiger im Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar und im Deutsch-Französischen Heeresfliegerausbildungszentrum in Le Luc in Frankreich“, teilte das Presse- und Informationszentrum des Heeres mit.

Um die Lage zu erörtern und das weitere Vorgehen zu klären, hat der General Flugsicherheit Bundeswehr für heute zu einem Treffen des Flugsicherheitsausschusses eingeladen.

Bolzen dieser Bauart sind auch in den beiden Hubschraubermustern NH90 und EC135 verbaut, dort allerdings nicht an sicherheitsrelevanten Stellen. Deswegen laufe der Flugbetrieb mit diesen beiden Mustern weiter, so die Bundeswehr.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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