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Die USAF hat sich für die MH-139 als Huey-Ersatz entschieden

Boeing hat vom US-Verteidigungsministerium einen Auftrag über die Lieferung von 84 Helikoptern des Typs MH-139 erhalten. Die Hubschrauber werden die heute eingesetzten Bell UH-1N Huey ersetzen.

26.09.2018

Boeing wurde von der US Air Force damit beauftragt, 84 MH-139 als Ersatz für die Bell UH-1N zu liefern. © Boeing

Beim Schutz ihres Arsenals an Interkontinentalraketen gehen die Vereinigten Staaten keine Kompromisse ein. Momentan setzt die US Air Force (USAF) für diese Aufgabe noch Hubschrauber vom Typ Bell UH-1N Huey ein. Diese wurden allerdings vor 40 Jahren produziert und erreichen in Kürze das Ende ihrer Lebensdauer. Das US-Verteidigungsministerium hatte deshalb einen Wettbewerb für die Suche eines Nachfolge-Musters ausgeschrieben, auf den sich drei Anbieter beworben hatten. Neben Boeing, die zusammen mit dem italienischen Helikopterhersteller Leonardo Helicopters die MH-139 anboten, hatten auch Lockheed Martin und die Sierra Nevada Corporation ihren Hut in den Ring geworfen. Letztere boten beide die UH-60 Black Hawk an, die von der Lockheed Martin-Tochter Sikorsky Aircraft gebaut wird.

Auftrag für zunächst 84 MH-139

Vorgestern gab das Pentagon seine Entscheidung bekannt und beauftragte Boeing mit der Lieferung von zunächst 84 Boeing MH-139-Helikoptern sowie Trainingsequipment und Ersatzteilen. Der Gesamtwert des Auftrags beläuft sich auf 2,38 Milliarden US-Dollar (2,02 Milliarden Euro). Bei der Ausschreibung des Wettbewerbs war das US-Verteidigungsministerium noch von Programmkosten in Höhe von 4,1 Milliarden US-Dollar (3,48 Milliarden Euro) ausgegangen.

„Wir sind dankbar für das Vertrauen der US Air Force in unser MH-139-Team“, sagte David Koppersmith, Vorstandsmitglied und General Manager für Boeing Vertical Lift. „Die MH-139 übertrifft die Missionsanforderungen und ist ein idealer Hubschrauber für den VIP-Transport und spart der US Air Force über eine Milliarde Dollar bei der Beschaffung und während ihrer Dienstzeit.“

Die MH-139 ist eine auf die spezifischen Anforderungen der US Air Force hin modifizierte AW139 von Leonardo Helicopters. Der Hersteller hat bislang rund 900 AW139 an Kunden in aller Welt geliefert. Leonardo wird die MH-139 in seinem Werk in Philadelphia bauen und danach an das Boeing-Werk in Philadelphia liefern, wie sie ihr militärisches Equipment erhalten. Boeing erhielt eine erste Anzahlung in Höhe von 375 Millionen US-Dollar (318 Millionen Euro) für die Integration der Ausrüstung in die MH-139 und den Bau der ersten vier MH-139. Die Übergabe des ersten Serienexemplares an die USAF ist für 2021 geplant.

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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