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Die USAF vernetzt ihre F-35-Simulatoren weltweit

Die United States Air Force (USAF) kann ihre F-35-Crews ab nächstem Jahr in weltweit vernetzten Simulatoren trainieren. Lockheed Martin hat eine entsprechende Technologie entwickelt, die zunächst auf der Nellis Air Force Base im US-Bundesstaat Nevada eingeführt wird.

9.12.2019

Ab 2020 werden die F-35-Simulatoren der United States Air Force weltweit miteinander vernetzt sein. © USAF/Taylor Solberg

Ab 2020 werden die F-35-Piloten der United States Air Force (USAF) in der Lage sein, sich in einen Simulator zu setzen und koordinierte Missionen mit anderen USAF-Piloten in Simulatoren rund um den Globus zu fliegen, sagte Chauncey McIntosh, der Chef des F-35 Lightning II-Trainings bei Lockheed Martin, in der vergangenen Woche auf einer Trainingskonferenz in Orlando im US-Bundesstaat Florida. Dank einer neuer Datenübertragungssoftware kann die USAF ihre weltweit verteilten F-35-Simulatoren miteinander für gemeinsame Trainings verbinden.

Das so genannte Distributed Mission Training (DMT) erlaubt die Vernetzung einer unlimitierten Anzahl von F-35-Simulatoren. Bislang war nur eine Vernetzung von Simulatoren an einem Standort möglich, das waren in der Regel vier Trainingsgeräte. „Wir haben alles getestet, um sicherzustellen, dass die Geräte für unseren ersten Kunden auf der Nellis Air Force Base bereit sind“, sagte McIntosh. „Uns fehlt nur noch die Zustimmung der Regierung, dann beginnen wir mit den Tests der Software vor Ort. Die letzte Auslieferung erwarten wir für das Frühjahr 2020.“ 

Vernetzung mit anderen Simulatoren

Ziel des DMT sei aber nicht nur die Vernetzung von Simulatoren einer Plattform. „Hier in Orlando haben wir in unseren Laboren die F-35-Simulatoren bereits mit der F-22, der F-16 und dem AWACS-Simualtor verbunden. Fast jede Woche schreiben wir Testszenarien mit weiteren Plattformen.“

Lockheed Martin wurde auch von der US Navy, dem US Marine Corps und der britischen Royal Air Force beauftragt, DMT-Fähigkeiten für ihre F-35-Simulatoren zu entwickeln. Derzeit sei aber keine Vernetzung von Simulatoren zwischen verschiedenen Teilstreitkräften möglich, da diese ihre Trainingsgeräte jeweils in einem eigenen Netzwerk betreiben.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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