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Erfolgreicher Erstflug der Saab Gripen E

Das erste Exemplar der Gripen der neuesten Generation, die Gripen E, absolvierte am 15. Juni vom Saab-Werkflugplatz in Linköping seinen Erstflug.

16.06.2017

Am 15. Juni 2017 hob die Saab Gripen E zu ihrem Erstflug ab. © Saab

Pünktlich vor der am Montag beginnenden Paris Air Show hat Saab die neueste Version seines Fighters in die Luft gebracht. Das Flugzeug selbst wird zwar nicht in Paris zu sehen sein, aber es wird dort sicher für Gesprächsstoff sorgen. Gesteuert von Marcus Wandt, Experimental Test Pilot bei Saab, startete die Saab Gripen E am Donnerstag um 10.32 Uhr zu ihrem Jungfernflug. Er führte den Fighter mit dem Kennzeichen 39-8 vom Startflugplatz Linköping über Östergötland zurück nach Linköping. Während des Fluges überprüfte Wandt grundlegende Handlingeigenschaften des Flugzeugs und testete verschiedene Systeme. Wandt fuhr beispielsweise das Fahrwerk Mehrfach ein und aus. 40 Minuten nach dem Start landete Wandt den Fighter wieder in Linköping. „Der Flug verlief wie erwartet. Das Flugzeug entspricht exakt unseren Erfahrungen im Simulator. Die Beschleunigung ist beeindruckend, und dabei ist das Handling sehr ausgeglichen. Ich muss wohl nicht besonders betonen, dass ich sehr glücklich bin, diesen Erstflug durchgeführt zu haben“, sagte Wandt nach der Landung.

Erstauslieferung der Gripen E in 2019

Jonas Hjelm, Senior Vice President und Leiter von Saab Business Area Aeronautics, sagte nach dem Erstflug: „Heute haben wir diesen Weltklasse-Fighter zum ersten Mal geflogen. Wir haben dies mit der kompletten Software für das revolutionäre Avioniksystem gemacht. Wir sind in der Lage, unseren Kunden ein intelligentes Waffensystem zu übergeben, bei dem die Zukunft bereits mit angelegt ist. Die Flugerprobung wird auf diesen Erfolg aufbauen, und das Programm läuft genau auf Kurs, um den Auslieferungsziel 2019 für unsere Kunden in Brasilien und Schweden einzuhalten.“

Die kompakt gebaute Gripen E ist nur 15,20 Meter lang und verfügt über ein Selex ES-05 Raven AESA-Radar mit aktiver elektronischer Strahlschwenkung und ist in der Lage über eine LINK-16-Datenverbindung, relevante Lagedaten mit anderen Flugzeugen und Bodeneinrichtungen zu teilen. Das Flugzeug ist auch mit einem Infrarotsensor ausgestattet, der es ihm ermöglicht, gegnerische Objekte passiv aufgrund ihrer Hitzeabstrahlungen zu orten. Es besitzt volle NATO-Interoperabilität.

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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