Homepage » Militär » F-16 erlitt beim RIAT eine Delamination des Höhenruders

F-16 erlitt beim RIAT eine Delamination des Höhenruders

Beim Royal International Air Tattoo (RIAT) in Fairford erlitt eine F-16 Fighting Falcon der 480th Fighter Squadron "Warhawks" während ihrer Flugvorführung einen strukturellen Schaden, der den Piloten veranlasste, einen Notfall zu erklären, die Vorführung abzubrechen und zu landen.

31.07.2019

Diese F-16 aus Spangdahlem erlitt bei einer Vorführung während des RIAT in Fairford eine Delamination am Höhenleitwerk. © Stephan de Bruijn

Am Sonntag, den 21. Juli, flog die F-16C Fighting Falcon des USAF Viper Demo Teams, im Rahmen des Royal International Air Tattoo (RIAT) über dem Stützpunkt RAF Fairford eine Vorführung. Die Piloten des Teams waren aus den USA gekommen und hatten sich für das RIAT die F-16C mit dem taktischen Kennzeichen 96-080 von der 480th Fighter Squadron „Warhawks“ aus Spangdahlem ausgeliehen.

Vorführung mit hoher g-Belastung

Der Pilot Major Garrett „Toro“ Schmitz begann sein Flying Display mit einem Start mit Nachbrenner und beschrieb dann mehrere Vollkreise mit hoher g-Belastung. Während eines schnellen Vorbeiflugs am Publikum fiel das Head-up-Display (HUD) der F-16C aus, und Major Schmitz vernahm ein deutliches Schütteln des Flugzeugs. Daraufhin brach er seine Vorführung ab, erklärte eine Luftnotlage und stieg über die Wolken, um den einstrahligen Fighter zu inspizieren. Zunächst dachte er, dass sich der Fanghaken unter dem Heck des Flugzeugs gelöst habe.

Nach der Landung konnte man die durch die Delamination entstandenen Lücken in der Struktur des Höhenruders klar erkennen. © Stephan de Bruijn

In Absprache mit der Flugsicherung fuhr er das Fahrwerk aus und sank wieder unter die Wolkendecke, um das Flugzeug während eines langsamen Vorbeiflugs vom Boden aus inspizieren zu lassen. Dabei wurde entdeckt, dass es an der Hinterkante des rechten Höhenruders zu einer Delamination gekommen war. Schmitz landete seine F-16 nach einer Platzrunde sicher. Den Zwischenfall verfolgten Tausende von RIAT-Besuchern. Es wurde niemand verletzt.

Fotos des Flugzeugs nach der Landung zeigen deutliche Lücken in der Hinterkante des Höhenleitwerks des Fighters. Ein Wartungsteam der US Air Force aus Spangdahlem untersucht den Zwischenfall.

Bob Fischer

 

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

 

Auch interessant:

Cougar-Unfall am Gotthard: Piloten trifft keine Schuld

Ein Alpha Jet der Patrouille de France ist verunglückt

Niederländische F-16 flog in eigene Geschossgarbe

Über Bob Fischer

zum Aerobuzz.de
Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.