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FCAS: Airbus und Dassault erhalten Auftrag für Konzeptstudie

Frankreich und Deutschland machen Fortschritte bei dem Projekt eines gemeinsamen künftigen Kampfflugzeugs FCAS (Future Combat Air System). Gestern haben Dassault Aviation und Airbus beim Treffen der beiden Verteidigungsministerinnen den Auftrag zur Erarbeitung einer gemeinsamen Konzeptstudie erhalten.

7.02.2019

Dassault Aviation hat bereits im vergangenen Jahr ein FCAS-Konzeptmodell gezeigt. © Dassault Aviation /V. Almansa

Die Verteidigungsministerien von Frankreich und von Deutschland haben den  Auftrag für eine gemeinsame Konzeptstudie (Joint Concept Study/JCS) zur Entwicklung des FCAS (Future Combat Air System) an Dassault Aviation und Airbus Defense and Space vergeben. Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat mit ihrer französischen Amtskollegin Florence Parly diesen nächsten Projektschritt gestern in Paris bekanntgegeben.

Studie beginnt im Februar

Als Anfangsdatum für die zweijährige Studie haben die beiden beauftragten Unternehmen den 20. Februar 2019 genannt. Eric Trappier, der Vorstandsvorsitzende und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Dassault Aviation, sagte: „Dieser nächste Schritt ist entscheidend für die Sicherung der strategischen Autonomie Europas. Dassault Aviation wird seine Kompetenzen in den Bereichen Systemarchitektur und -integration einbringen, um die Anforderungen der beteiligten Länder zu erfüllen und Europas Führungsposition im strategisch wichtigen Feld der Luftkampfsysteme zu sichern.“

Dirk Hoke, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus Defence and Space, sagte: „FCAS ist eines der ambitioniertesten europäischen Verteidigungsprogramme dieses Jahrhunderts. Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung geben wir den Startschuss für dieses High-Technology-Programm. Unsere Unternehmen haben sich zum Ziel gesetzt, den beteiligten Nationen in beiden Kernbereichen – dem New Generation Fighter und dem dazugehörigen System of Systems – die besten Lösungen zu liefern. Wir wenden uns nun mit vollem Tatendrang der Konzeptarbeit für dieses zukunftsweisende System zu und sind dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Unternehmen.“

Bemannte und unbemannte Systeme

Das geplante Waffensystem der nächsten Generation wird aus einem leistungsstarken bemannten New Generation Fighter (NGF) mit neuen und weiterentwickelten Waffen sowie einer Reihe unbemannter Systeme (Remote Carriers) bestehen. Beide sind durch eine Combat Cloud verbunden und in eine FCAS-Architektur eingebettet. Die gemeinsame Konzeptstudie basiert auf einer gemeinsamen Fähigkeitsanforderung (High Level Operational Requirements Document, HLCORD), die im April 2018 auf der ILA in Berlin von den beiden Verteidigungsministerinnen unterzeichnet wurde, sowie vorhergehenden nationalen Konzeptstudien. Ziel der Studie ist, die verschiedenen FCAS-Fähigkeiten zu entwerfen und die Grundlagen für die spätere Entwicklung, Industrialisierung und Herstellung der vollständigen Funktionsfähigkeit bis 2040 zu erarbeiten. Im Rahmen der Studie werden außerdem Demonstrator-Programme für die Paris Air Show im Juni 2019 entwickelt und umgesetzt.

FCAS steht im direkten Wettbewerb zum britischen Kampfflugzeug der nächsten Generation, der Tempest von BAE Systems. Sowohl Großbritannien als auch Deutschland und Frankreich haben andere Länder eingeladen, sich als Partner bei ihren jeweiligen Projekten zu beteiligen, denn die jeweilige nationalen Märkte sind zu klein, um ein solches Projekt bis zur Serienreife und in die Produktion zu bringen.

 

 

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