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Jak-152 gab Airshow-Debut auf der MAKS

Auf der MAKS in Moskau hat die zur United Aircraft Company (UAC) gehörende Irkut Corporation den neuen Basistrainer Jak-152 vorgestellt. Motor und Propeller kommen aus Deutschland. Das erste Flugzeug dieses Musters soll noch in diesem Herbst an die russischen Streitkräfte übergeben werden. 

30.07.2017

Die Jak-152 ist der neue Anfängertrainer der russischen Luftstreitkräfte. © UAC

Die Jak-152 ist der nächste Basistrainer der russischen Luftstreitkräfte. Das erste Exemplar des einmotorigen Trainingsflugzeugs soll noch in diesem Jahr an die russischen Streitkräfte geliefert werden. Auf der Luftfahrtmesse MAKS in Moskau hat die Irkut Corporation, die das Flugzeug in Serie fertigt, gleich zwei Exemplare des modernen Tandem-Zweisitzers gezeigt. Der erste Prototyp – der im vergangenen September seinen Erstflug absolviert hatte – war in den Farben der russischen Luft- und Weltraumkräfte lackiert. Das zweite Flugzeug trug eine zivile rot-gelb-weiße Lackierung.

Die Jak-152 ist Teil des neuen Ausbildungskonzepts für angehende Piloten der russischen Streitkräfte. Sie wird in konventioneller Bauweise aus Aluminium gefertigt. Auffallend an dem Flugzeug ist einerseits der große Lufteinlass unter dem Bug sowie das relativ große Seitenleitwerk mit einem großen Seitenruder.

Der moderne Trainer ist mit einem digitalen Glascockpit ausgerüstet, das in weiten Teilen dem des Fortgeschrittenen-Jettrainers Jak-130 entspricht. Dies soll den Flugschülern den Übergang zum Jetfliegen erleichtern. Ein Flugdatenrekorder sowie ein Cockpit Voice Recorder gehören zur Standardausstattung des Tandemtrainers. Sie sollen bei der Auswertung der Trainingsergebnisse helfen und dadurch die Ausbildung beschleunigen.

Schleudersitze für den Notfall

Die Jak-152 hat keine Druckkabine, Flugschüler und Lehrer müssen mit einer Sauerstoffmaske fliegen. Der neue Trainer ist mit zwei Leichtgewicht-SKS-94M-Schleudersitzen ausgestattet.

Bei der Motorisierung hat sich der Konstrukteur für den Sechszylinder-Dieselmotor RED AT03 mit 367 kW (500 PS) entschieden. Den Motor hat die Firma RED aircraft (Raihklin Aircraft Engine Developments) aus Adenau in der Eifel entwickelt. Im Dezember 2014 wurde der Motor durch die europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) zugelassen. Der Motor ist für die Verwendung von Kerosin (TS-1, Jet-A1) optimiert. Für die Serienfertigung der Jak-152 wird der Motor in Russland in Lizenz gebaut.

Die Yak-152 gab auf der MAKS ihr Debüt. Der Trainer soll noch in diesem Jahr an die russischen Luftstreitkräfte geliefert werden. © UAC/Irkut

Als Propeller verwendet die Jak-152 einen Dreiblatt-Propeller von MT-Propeller aus Straubing. Das Fahrwerk ist auf Starts und Landungen von unvorbereiteten Pisten ausgelegt.

Die Lebensdauer des Flugzeugs ist in einem ersten Schritt auf 10.000 Flugstunden, 30.000 Landungen oder 30 Jahre ausgelegt. Diese Werte sollen später noch angehoben werden.

Volker K. Thomalla

Daten Jak-152

Antrieb
TypSechszylinder-Dieselmotor
Anzahl1
HerstellerRED aircraft GmbH
MusterRED A03T
Leistung367 kW (500 PS)
Abmessungen
Länge7,80 m
Spannweite8,80 m
Höhe3,11 m
Flügelfläche12,90 qm
Massen und Mengen
Max. Startmasse1.490 kg
Insassen2
Flugleistungen
Startstrecke235 m
Max. Steigrate2.000 ft/min
Dienstgipfelhöhe13.500 ft
Max. Geschwindigkeit269 kts/500 km/h
Reichweite810 nm (1.500 km)
Landestrecke auf Asphalt420 m
Landestrecke auf Gras375 m
Lastvielfaches
mit zwei Piloten
+8/-6 g
mit einem Piloten+9/-7 g

Über Volker K. Thomalla

zum Aerobuzz.de
Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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