Homepage » Militär » Luftwaffe trainiert bei Green Flag West in den USA

Vom 4. bis zum 18. Mai findet die multinationale Übung "Green Flag West" auf der Nellis Air Force Base in Nevada statt. Die beteiligten Besatzungen trainieren dort mit scharfer Munition die Luftnahunterstützung in einem riesigen Übungsraum. Die Luftwaffe ist mit fünf Tornados und sieben Eurofighter sowie 350 Soldaten dabei.

2.05.2018

Fünf Tornados der Luftwaffe verlegten für die Übung Green Flag West 2018 von Deutschland auf die Nellis Air Force Base bei Las Vegas. © Kevin Schreib/Luftwaffe

Für die Luftwaffe ist Green Flag West 2018 auf der US Air Force Base Nellis im US-Bundesstaat Nevada die größte Übung des Jahres. 350 Soldaten, sieben Eurofighter und fünf Panavia Tornado verlegten nach Las Vegas, um an der multinationalen Übung teilzunehmen.

 

Die Soldaten und die Flugzeuge stammen vom Taktischen Luftwaffengeschwader 33 aus Büchel und dem Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ aus Nörvenich. Der Verlegung in die USA vorausgegangen war eine mehrmonatige Vorbereitung, denn neben den Kampfflugzeugen wurden auch über 740 Tonnen Material auf dem Seeweg und über 170 Tonnen Material per Antonow An-124 in die USA verlegt. Die letzten 70 Tonnen Material starteten erst Ende April von Leipzig aus nach Nevada.

Realistische Szenarien

Bei Green Flag West üben insgesamt 5.000 Soldaten der US-Streitkräfte und verbündeter Nationen in einem Übungsraum, der den Süden Nevadas und den Süden des US-Bundesstaates Kalifornien umfasst. „Die Bedeutung gemeinsamer Übungen mit unseren Partnern ist immens hoch“, sagt der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner. „Nur im Rahmen von Übungen können wir einsatznah mit unseren internationalen Partnern Fähigkeiten erlangen, über die wir im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung verfügen müssen“, unterstreicht Müllner, der Ende Mai in den Ruhestand geht, die Bedeutung der multinationalen Übung.

Ab dem 4. Mai nehmen fünf Tornados an der Übung Green Flag West 2018 in den USA teil. © Andrea Bienert/Luftwaffe

Das Air Warfare Center der US Air Force hat zusammen mit dem 549th Combat Training Squadron die Übung geplant. Verbündete Luftstreitkräfte dürfen auf Einladung an den Übungen teilnehmen. Die USA stellen als gastgebende Nation die notwendige Infrastruktur zur Verfügung.

Ziel der Übung ist es, so die Luftwaffe, die Luftnahunterstützung weiterzuentwickeln. Das sei besonders für die Einsätze wichtig. Gerieten Soldaten zum Beispiel in Afghanistan in ein Feuergefecht, könnten Sie beim Joint Terminal Attack Controller (JTAC) Unterstützung anfordern. Dieser stehe sowohl mit den Soldaten im Feuergefecht ständig in Kontakt, als auch mit den Piloten der Kampfflugzeuge. Der JTAC fordere dann die Luftunterstützung an.

Neben der Luftnahunterstützung gehören auch Luftbetankungsverfahren, Konvoischutz und weitere Einsatzarten zu den Aufgaben, welche die Teilnehmer bei Green Flag West zu bewältigen haben.

Generalleutnant Müllner sagte: „Übungen, die komplexe Luftoperationen abbilden, wie Green Flag, Blue Flag und Frisian Flag, bauen eine Brücke, die Vertrauen schafft, wenn man sich dann beispielsweise im Himmel über Syrien auf die Kameraden anderer Nationen verlassen muss.

Die erste Übung dieser Art – damals noch unter dem Namen Air Warrior – fand 1981 statt. Mittlerweile findet sie mehrmals im Jahr statt, 2018 sogar acht Mal.

Bob Fischer

 

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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