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Saab schickt die Gripen E in Finnland ins Rennen

Die finnische Regierung hat die Antworten der verschiedenen Flugzeughersteller auf ihre Anfrage nach einem Angebot zum Ersatz der F/A-18 Hornet-Flotte erhalten. Der schwedische Flugzeughersteller Saab schickt seine Gripen E und Gripen F in den Wettbewerb.

4.02.2019

Saab hat Finnland die Gripen E als Ersatz für die Boeing F/A-18 Hornet angeboten, die das Land ersetzen will. © Saab

Die finnischen Luftstreitkräfte (Ilmavoimat) werden ab 2030 ihre 55 Kampfflugzeuge vom Typ Boeing F/A-18 Hornet ausmustern und gegen einen neuen Fighter eintauschen. Für den Beschaffungsprozess hat die finnische Regierung die Ausschreibung HX Fighter Programm gestartet, um den optimalen Fighter für die Ilmavoimat zu finden. Die finnischen Streitkräfte haben ganz klar gesagt, dass sie als Ersatz nur ein bemanntes Kampfflugzeug beschaffen werden.

Finnland setzt auf bemannte Fighter

Der schwedische Technologiekonzern Saab hat am 30. Januar seine Antwort auf die Anfrage (Request for Quotation/RFQ) der finnischen Regierung eingereicht. Der Hersteller hat ein Angebot ausgearbeitet, das insgesamt 64 Gripen-Fighter der neuesten Generation umfasst. Neben den einsitzigen Gripen E sind in dem Angebot auch eine nicht näher bezeichnete Anzahl von doppelsitzigen Gripen F enthalten.

Der Hersteller bietet nicht nur die Flugzeuge selbst an, sondern auch ein umfangreiche Arsenal an verschiedenen Waffentypen und Sensoren. Außerdem umfasst Saabs Offerte auch das Training sowie „zugehörige Dienstleistungen“, um das System zu betreiben. Saab bietet dem skandinavischen Nachbarland auch eine weitgehende industrielle Kooperation an, die das Ziel verfolgt, in Finnland industrielle Kapazitäten aufzubauen, die dem Land eine weitgehende Autonomie in der Ersatzteilversorgung ermöglichen. Außerdem will der Hersteller ein Entwicklungszentrum für die Weiterentwicklung des Fighters in Finnland etablieren.

Im Rahmen der ersten Testreihe zum Start externer Lasten von der Saab Gripen E wurde auch eine Luft-Luft-Rakete vom Typ IRIS-T abgefeuert. © Saab

„Die herausragenden Fähigkeiten der Gripen passen perfekt zu den finnischen Anforderungen und Bedürfnissen“, sagte Jonas Hjelm optimistisch, der Senior Vice President und Leiter des Geschäftsbereichs Aeronautics bei Saab. „Mit der Gripen kann Finnland seine Fighterflotte erneuern und muss aufgrund der guten Lebensdauerkosten keine Kompromisse bei der Stückzahl eingehen. Unser Angebot stellt einen substanziellen Beitrag zur Missionsfähigkeit der finnischen Streitkräfte dar.“

Bob Fischer

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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