Homepage » Militär » Spanien beteiligt sich am FCAS-Projekt

Spanien wird sich dem Future Combat Air System (FCAS) anschließen, das bislang von Deutschland und Frankreich binational projektiert wurde. Federführend sind bei dem Projekt Dassault Aviation und Airbus.

16.02.2019

Das Future Combat Air System (FCAS) soll gemeinsam von Frankreich und Deutschland entwickelt werden. © Airbus

Die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles hat am Donnerstag bei einem Treffen der Verteidigungsminister der NATO in Brüssel eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der sich Spanien am FCAS-Projekt beteiligen werde. Das bislang von Deutschland und Frankreich in bilateraler Zusammenarbeit betriebene Projekt eines Luftkampfsystems, zu dem neben einem Kampfflugzeug der sechsten Generation auch Drohnen gehören, war von den beiden Regierungen stets als offen für weitere Partner bezeichnet worden.  Das Projekt steht in Konkurrenz zum britischen Tempest-Projekt, das Großbritannien im Juli vergangenen Jahres auf der Farnborough International Airshow vorgestellt hatte.

Arbeitsteilung noch offen

Welche Aufgaben spanische Firmen beim FCAS-Projekt übernehmen können und werden, soll in den nächsten Monaten beraten werden. Die Arbeitsanteile richten sich in der Regel nach der Höhe der finanziellen Beteiligung der einzelnen Länder an dem Projekt. Es ist vorgesehen, auf der Paris Air Show im Juni dieses Jahres aus der Absichtserklärung einen bindenden Vertrag zu machen.

FCAS soll ab 2040 die Eurofighter in Deutschland und Spanien sowie die Rafale der französischen Armée de l’Air ablösen. Das FCAS-Projekt soll auch die technologische und strategische Autonomie der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie stärken.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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