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V-22 Osprey erreichen 400.000 Flugstunden

Das Tiltrotorflugzeug V-22 Osprey hat die Marke von 400.000 Flugstunden überschritten. Das Muster, das wie ein Flugzeug fliegen und wie ein Hubschrauber starten und landen kann, hat nach massiven anfänglichen Problemen eine akzeptable Zuverlässigkeit erreicht.

24.11.2017

Die Flotte des Schwenkflüglers V-22 Osprey hat über 400.000 Flugstunden absolviert. © Bell Helicopter

Die US-Streitkräfte betreiben eine Flotte von über 350 Fluggeräten der Typen MV-22 und CV-22 Osprey. Die V-22-Flotte hat nun die Marke von 400.000 Flugstunden überschritten, teilte das Herstellerkonsortium Bell/Boeing mit.

Die erste V-22 wurde nach einer jahrzehntelangen Entwicklung 2007 an das US Marine Corps ausgeliefert. Das Muster löste bei dem US Marine Corps die CH-46 Sea Knight-Hubschrauber ab. Das Programm stand mehrfach wegen Kostenüberschreitungen und wegen eines hohen technischen Risikos vor dem Aus. Es hat aber überlebt und mittlerweile eine akzeptable technische Reife erlangt. Das Air Force Special Operations Command erhielt seine ersten Exemplare des Typs CV-22 zwei Jahre nach dem US Marine Corps. Seitdem kamen die unkonventionellen Fluggeräte weltweit zum Einsatz, zuerst im Irak, danach in Afghanistan im Rahmen der Operation Enduring Freedom, in Libyen, in Kuwait und bei vielen anderen Missionen.

Die V-22 Osprey ist vielseitig einsetzbar

„Wie die Zahl der Flugstunden zeigt, ist die V-22 Osprey eine ausgereifte Plattform, die sowohl bei militärischen als auch bei humanitären Einsätzen vielseitig verwendbar ist“, sagte U.S. Marine Corps Colonel (Oberst) Matthew Kelly, V-22 Joint Program Manager.

Bisher haben nur die japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte als Exportkunde das Muster bestellt. Japan hat einen Bedarf von 17 Exemplaren. Das erste Exemplar für Japan wurde Ende August dieses Jahres im Bell-Werk in Amarillo, Texas, fertiggestellt. Zwar haben auch andere Länder wie Israel, Südkoreas oder die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Interesse an dem Tiltrotormuster gezeigt, aber weitere Exportverträge sind bislang nicht zustande gekommen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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