Homepage » Business Aviation » Die Embraer Praetor 500 ist zugelassen

Embraer hat die Zulassung seines neuen Midsize Business Jets Praetor 500 erreicht. Das Unternehmen, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, hatte das neue Muster erst im Oktober des vergangenen Jahres als Doppelprogramm vorgestellt. 

14.08.2019

Die Reichweite der Praetor 500 ist mit 3.340 nautischen Meilen rund 90 nautischen Meilen größer als beim Programmstart errechnet. © Embraer

Am ersten Tag der Geschäftsluftfahrtmesse LABACE 2019 in São Paulo vermeldete der brasilianische Hersteller Embraer, dass sein Midsize Business Jet Praetor 500 die Zulassung von der brasilianischen Luftfahrtbehörde ANAC (Agência Nacional de Aviação Civil) erhalten hat. Embraer hatte die Praetor 500 und ihre größere Schwester Praetor 600 am Vorabend der NBAA-BACE in Orlando der Öffentlichkeit präsentiert. Die Praetor 600 hatte im April ihre ANAC-Zulassung erhalten. Im Rahmen der Nachweisflüge für die Zertifizierung zeigte der von zwei Honeywell HTF7500E-Turbfans angetriebene Jet sogar bessere Leistungen als die Ingenieure vorab errechnet hatten.

Embraer Praetor 500

Die Reichweite inklusive IFR-Reserven bei Langstrecken-Geschwindigkeit sollte bei 3.250 nautischen Meilen (6.019 Kilometer) liegen. Zugelassen ist die Praetor 500 nun mit einer Reichweite von 3.340 nautischen Meilen, also 90 nautische Meilen (167 Kilometer) mehr als garantiert. Auch die Startstrecke ist mit 4.222 Fuß (1.287 Meter) besser, weil kürzer, als zu Beginn des Programms errechnet. Der Unterschied beträgt zwar nur zwölf Meter, aber der Hersteller kann auf eine bessere Performance verweisen. Bei den anderen Werten wie Nutzlast bei vollen Tanks (726 Kilogramm), Steigzeit bis zur Anfangsreiseflughöhe (23 Minuten) und Dienstgipfelhöhe (45.000 Fuß/13.716 Meter) gelang Embraer eine Punktlandung.

Goldenes Jubiläum bei Embraer

„Die Zulassung der Praetor 500 ist ein willkommener Meilenstein zur Feier unseres goldenen Jubiläums. Dieses revolutionäre Flugzeug ist ein Beweis für das Engagement  unseres Team für Spitzenleistungen und ein Vorgeschmack auf die Pionierleistungen, die Embraer in den nächsten 50 Jahren erbringen wird“, sagte Michael Amalfitano, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Embraer Executive Jets, auf der LABACE.

Künftige Praetor 500-Cockpitcrews können sich über das hochmoderne Cockpit in dem Jet freuen. Das Pro Line Fusion stammt von Collins Aerospace und kann durch verschiedene Extras noch aufgepeppt werden wie zum Beispiel die vertikale Darstellung des vor dem Flugzeug liegenden Wetters, Windscherung-Vorhersage, ein Embraer Enhanced Vision System, ein Head-up-Display (HUD) sowie ein Trägheitsnavigations-System mit Lasergyros.

Volker K. Thomalla

 

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

 

Schon gelesen? Weitere interessante Beiträge zu Embraer:

Embraer hat die erste Praetor 600 an einen Kunden übergeben

Embraer und ELTA schneidern für die Praetor 600 eine Uniform

EBACE 2019: Doppelte Zulassung für Embraers Praetor 600

Über Volker K. Thomalla

zum Aerobuzz.de
Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.