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Embraer hat die erste Praetor 600 an einen Kunden übergeben

Embraer hat das erste Exemplar seines neuen Super Midsize Business Jets Praetor 600 an einen nicht genannten Kunden übergeben. Der Hersteller wird die Endmontage des Musters nun auch aus Brasilien nach Florida verlagern, wo die weiteren Kunden ihre neuen Jets entgegennehmen werden.

1.07.2019

Am 28. Juni 2019 hat Embraer den ersten Business Jet vom Typ Praetor 600 ausgeliefert. © Embraer

Im Oktober vergangenen Jahres hat der brasilianische Flugzeughersteller Embraer mit der Praetor 500 und Praetor 600 gleich zwei neue Business Jets vorgestellt. Am Freitag der vergangenen Woche hat der Hersteller nun die erste Praetor 600 an einen Kunden ausgeliefert. Wer der Erstkunde des erst im Mai von der FAA und EASA zugelassenen zweistrahligen Jets ist, hat der Hersteller nicht verraten. Nur soviel: Es handelt sich um einen europäischen Kunden.

Embraer Praetor 600

Embraer hat das Flugzeug an seinem Produktionsstandort in São José dos Campos in Brasilien übergeben, wo die Endmontage der ersten Exemplare stattgefunden hat. Künftig sollen die Flugzeuge in Melbourne im US-Bundesstaat Florida endmontiert werden. Dort betreibt der Hersteller ein Werk, in dem auch die Leichtjets Phenom 100 und Phenom 300 sowie die Legacy 450 und Legacy 500 mit Komponenten aus Brasilien endmontiert werden.

Über 4.000 nm Reichweite

Michael Amalfitano, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Embraer Executive Jets, sagte bei der Erstauslieferung: „Wir freuen uns sehr über die Auslieferung der ersten Praetor 600 und sind zuversichtlich, dass unsere Kunden von dem modernsten und technologisch fortschrittlichsten Super-Midsize-Jet, der auf dem Markt verfügbar ist, fasziniert sein werden.“

Die Praetor 600 und ihr kleineres Schwestermodell Praetor 500 – das noch nicht zugelassen ist – verfügen über ein volle Fly-by-Wire-Flugsteuerung sowie über ein System, dass die Auswirkungen von Turbulenzen reduziert. Das Kabinenmanagement steuert Honeywell Aerospace in Form seines Ovation Select Cabin Management Systems bei, während Collins Aerospace mit dem Pro Line Fusion die hochmoderne Cockpitavionik liefert. Für eine digitale Anbindung an die Außenwelt sorgt einerseits ein Gogo Avance L5-System, was allerdings nur über den Vereinigten Staaten und Teilen Kanadas nutzbar ist sowie ein weltweit funktionierendes Ka-Band-Satellitenkommunikationssystem mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 16 MB/s.

Die Praetor 600 bietet ihren Nutzern eine Reichweite von 4.018 nautischen Meilen (7.441 Kilometer) bei vier Passagieren und NBAA IFR-Reserven an Bord. Bei einer Reisegeschwindigkeit von Mach 0.80 beträgt die Reichweite noch 3.719 nautische Meilen (6.887 Kilometer).

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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