Homepage » Business Aviation » Pilatus montiert die erste Serien-PC-24

Pilatus Aircraft hat die Tragflächen und den Rumpf der ersten Serien-PC-24 im Werk Stans zusammengesetzt. Das erste Business-Jet-Muster des Herstellers soll noch in diesem Jahr zugelassen werden. Der Erstkunde für das Flugzeug war bei dem Meilenstein in der Schweiz dabei. 

Pilatus hat Rumpf und Tragflächen der ersten Pilatus PC-24 zusammengesetzt. © Pilatus Aircraft

Flugzeugbauer nennen das Zusammenfügen von Rumpf und Tragflächen eines Flugzeugs „Hochzeit“. Dabei handelt es sich um einen delikaten Arbeitsschritt, der eine hohe Konzentration und Genauigkeit verlangt. Pilatus Aircraft in Stans hat gerade die Hochzeit des ersten Serienexemplars des neuen Business Jets Pilatus PC-24 gefeiert. Nach drei fliegenden Prototypen folgt mit dem vierten Exemplar nun das erste Serienflugzeug des neuen Musters. Techniker setzten den bereits in den Farben des Erstkunden PlaneSense lackierten Rumpf auf die Tragflächen und verbanden die beiden Baugruppen. Auch die 17 Meter langen Tragflächen sind in diesem Stadium der Endmontage schon ausgerüstet und lackiert.

Nach der Montage der Tragflächen an den Rumpf folgt der Einbau der Kabineneinrichtung. © Pilatus Aircraft

Für diesen Meilenstein in der Produktion des ersten Serienflugzeugs war George Antoniadis, Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) des Erstkunden PlaneSense eigens aus den USA in die Schweiz gereist. Er kommentierte den Vorgang mit den Worten: „Wir freuen uns sehr, dass wir bei der ersten PC-24-Rumpf-Tragflächen-Paarung des Serienfliegers dabei sind. Wir sind sehr stolz darauf, dass dieser erste PC-24 die PlaneSense-Farben trägt – ein Höhepunkt nach vielen Jahren Vorbereitung.“

Die PC-24 steht auf ihren eigenen Beinen

Da Pilatus bei der Produktion das Fahrwerk des Flugzeuges schon zu einem früheren Zeitpunkt einbaut, konnte das erste Serienflugzeug nach der „Hochzeit“ direkt auf die eigenen Beine gestellt werden. Nun folgt der Einbau der Fenster und der  Kabineneinrichtung sowie die Integration und der Test der Flugzeugsysteme. Sekundärstrukturen wie die Verkleidung des Rumpf-Flügel-Übergangs, der Flügelvorderkanten und der Rumpfnase

Erst gegen Ende der Endmontage werden die beiden Turbofans vom Typ Williams International FJ44-4A an den Triebwerkspylonen am Rumpfheck montiert.

Pilatus will das Flugzeug noch in diesem Jahr zulassen und an den Erstkunden PlaneSense übergeben. Dann wird der Hersteller auch das derzeit geschlossene Auftragsbuch wieder öffnen und neue Bestellungen für den Jet akzeptieren.

Bob Fischer

Über Bob Fischer

Bob Fischer arbeitet seit 1981 als Inspektor bei der CAA-NL. Er ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.
Journaliste chez Aerobuzz.fr

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