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Bell V-280 Valor flog erstmalig im Cruise-Modus

Der Prototyp des Kipprotorflugzeugs Bell V-280 Valor hat kürzlich erstmalig seine Rotoren im Flug nach vorne gekippt und ist im sogenannten "Cruise Mode" geflogen. Dabei wurde bereits eine Geschwindigkeit von 190 Knoten erreicht.

16.05.2018

Der Prototyp der Bell V-280 Valor hat im Mai die ersten Flüge mit den Rotoren in Reiseflugkonfiguration durchgeführt. © Bell

Um einen möglichen Nachfolger der heute gebräuchlichen Hubschraubermuster der US Army bewerben sich Bell und Sikorsky/Boeing für das Future Vertical Lift (FVL) Programm des Pentagons mit unterschiedlichen Konzepten. Bell schickt das Konzept des Kipprotorflugzeugs Bell V-280 Valor ins Rennen, Sikorsky und Boeing wollen die US-Armee mit ihrem Koaxial-Hubschrauber SB-1 Defiant überzeugen. Der Erstflug der SB-1 Defiant ist noch vor Ende dieses Jahres vorgesehen.

Nachdem die Bell V-280 Valor Mitte Dezember des vergangenen Jahres erstmalig im ungefesselten Flug abgehoben hatte, erfolgte kürzlich der erste Übergang vom Start- und Landemodus in den Cruise-Modus, bei dem die beiden Rotoren nach vorne gekippt werden, um die Rotorebene senkrecht zu stellen.

27 Flugstunden in fünf Monaten

Im Rahmen der Flugerprobung hat Bells Testteam bereits Geschwindigkeiten von bis zu 190 Knoten erfolgen. Ziel ist es aber, den Flugbereich der V-280 bis zur berechneten Höchstgeschwindigkeit von 280 Knoten zu eröffnen. Der erste Prototyp hat bislang 27 Flugstunden absolviert. Neben Rolltests und Hovertests in Bodennähe haben die Testpiloten die V-280 auch durch mehrere 360-Grad-Drehungen, die ausschließlich mit den Pedalen gesteuert wurden, geführt. Im Rahmen der Flugtests ist die V-280 Valor auch mit Vorwärtsfahrt von bis zu 60 Knoten gelandet. Die beiden Triebwerke sind bislang 90 Stunden am Flugzeug gelaufen.

Die US Army hat vor das Beschaffungsprogramm FVL ein sogenanntes Joint Multi Role Technology Demonstrator (JMR-TD)-Programm vorgeschaltet, mit dem die potenziellen Auftragnehmer die technologische Machbarkeit und Reife ihrer Konzepte nachzuweisen. An der V-280 arbeiten neben Bell auch Lockheed Martin, GE Aviation, Moog, IAI, TRU Simulation & Training, Astronics, Eaton, GKN Aerospace, Lord, Meggitt und Spirit AeroSystems mit.

Bob Fischer

 

 

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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