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Die Bundeswehr hat die erste H145 LUH SAR übernommen

Ab 2021 wird die Bell UH-1D Huey als SAR-Hubschrauber in Deutschland ausgedient haben. Das Muster, das seit über 50 Jahren in dieser Rolle für die Bundeswehr geflogen ist, wird nun durch die H145 LUH SAR abgelöst. Heute hat die Bundeswehr das erste Exemplar in Donauwörth in Empfang genommen. 

10.12.2019

Die Bundeswehr hat am 10. Dezember 2019 den ersten von insgesamt sieben bestellten Hubschraubern des Typs H145 für SAR-Missionen übernommen. © Airbus Helicopters

Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat heute in Donauwörth den ersten von insgesamt sieben bestellten Hubschraubern des Typs H145 LUH für SAR-Aufgaben übernommen. Airbus Helicopters hat es geschafft, die erste H145 LUH SAR drei Monate vor dem vereinbarten Termin zu übergeben. Das BAAINBw hatte nach Freigabe der Haushaltsmittel durch den Bundestag die Hubschrauber erst vor einem Jahr bestellt.

„Wir freuen uns, dass wir diesen Hubschrauber nicht nur termingerecht, sondern in diesem Falle sogar vor dem vertraglichen vereinbarten Liefertermin übergeben können“, sagte Wolfgang Schoder, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus Helicopters Deutschland, heute in Donauwörth. Oberstleutnant Lars Kretzschmar, Projektmanager LUH SAR bei der Beschaffungsbehörde, sagte: „Damit neigt sich ein hartes Jahr Arbeit dem Ende zu.“ Bis April 2021 soll der neue Hubschrauber die seit über fünf Jahrzehnten eingesetzte Bell UH-1D vollständig ersetzt haben.

H145 LUH SAR

Alle Länder, die mit der Unterzeichnung des Chicagoer Abkommens der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ICAO beigetreten sind, haben sich damit zur Bereitstellung eines öffentlich-rechtlichen Such- und Rettungsdienstes (SAR) für Flugunfälle verpflichtet. In Deutschland hat die Bundeswehr diese Aufgabe übernommen. Der Kernauftrag des SAR-Dienstes besteht in der Suche und der Rettung von vermissten beziehungsweise abgestürzten zivilen und militärischen Luftfahrzeugen. Im Gegensatz zur zivilen Luftrettung führen die Rettungsflieger der Bundeswehr ihren Auftrag auch unter widrigen Wetterbedingungen durch. Dies schließt auch Einsätze nach Sonnenuntergang unter Nutzung von Nachtsichtgeräten für die Piloten ein.

Spezialausrüstung für SAR-Missionen

Der neue Hubschraubertyp hat für die SAR-Aufgaben eine Spezialausrüstung erhalten.
So verfügt er über Infrarot- und Wärmebildsensoren, eine Peilanlage zur Ortung von Notsignalen, eine Rettungswinde, einen Hochleistungssuchscheinwerfer, ein System zur Ortung von Mobiltelefonen sowie eine vollwertige medizinische Ausrüstung.„All diese Systeme zusammengenommen machen den neuen Hubschrauber zu einem höchst effektiven und leistungsstarken Rettungsmittel“, teilte das BAAINBw heute mit. Derzeit läuft die Besatzungsschulung. Im Juni nächsten Jahres wird die SAR-Station in Niederstetten als erste auf das neue Muster umstellen.

Airbus Helicopters liefert nicht nur die Hubschrauber, sondern hat sich auch die Betreuung der SAR-Flotte der Bundeswehr sichern können. Das Unternehmem wird in den nächsten neun Jahren die Wartung, Instandsetzung und Bereitstellung der Hubschrauber zum Flugbetrieb an den Standorten Niederstetten, Holzdorf und Nörvenich sicherstellen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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