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Guardia di Finanza bestellt 22 AW169M bei Leonardo

Der italienische Aerospace-Konzern Leonardo hat mit der italienischen Guardia di Finanza einen Erstkunden für seinen Helikopter AW169M gefunden. Die Finanzpolizei bestellte gleich 22 Exemplare. 

13.11.2018

Im EMS-Markt ist die AW169 gut etabliert. Mit dem Auftrag der Guardia di Finanza soll es nun auch im Behördenmarkt klappen. © Leonardo

Der zweimotorige Intermediate-Helikopter AW169 des italienischen Herstellers Leonardo Helicopters ist im Segment der HEMS (Helicopter Emergency Medial Services) eine feste Größe. Das Angebot einer militarisierten Version des Musters fand jedoch bis jetzt wenig Anklang. Nun hat die italienische Finanzpolizei Guardia di Finanza diese Durststrecke beendet.

Die AW169M hatte zunächst keine Abnehmer gefunden. Die Guardia di Finanza beendete diese Durststrecke nun mit einem Auftrag über 22 Exemplare. © Leonardo

Die Guardia di Finanza – die nicht dem italienischen Innenministerium, sondern dem Wirtschafts- und Finanzministerium in Rom untersteht – bestellte bei Leonardo Helicopters als Launching Customer gleich 22 Exemplare der AW169M im Wert von rund 280 Millionen Euro. Die Hubschrauber sollen ab dem Sommer 2019 bis Ende 2024 geliefert werden. Der Vertrag umfasst auch Kundendienstleistungen und Training. Er beinhaltet auch Optionen für weitere Unterstützungsleistungen, die – sollten sie alle angefordert werden – den Auftragswert um weitere 100 Millionen Euro steigern würden.

Die Finanzpolizei will die Helikopter für eine Vielzahl von Aufgaben einsetzen: Neben den klassischen Polizeimissionen sollen die AW169M auch bei Heimatschutz-, Rettungs- und Suchaktionen zum Einsatz kommen. Die Behörde verfügt bereits über sechs Helikopter des Typs Leonardo AW139 und soll bis Ende dieses Jahres acht weitere Hubschrauber dieses Typs erhalten. Sie werden durch die AW169M ergänzt.

Militärische Zulassung für die AW169M

Die AW169 der Guardia di Finanza erhalten eine militärische Zulassung durch die italienische Rüstungsbehörde ARMAEREO. Die Ausrüstung der Helikopter umfasst:

  • Rettungswinde
  • Wire Cutters
  • aufblasbare Rettungsinseln
  • Nachtsichtbrillen
  • LIDAR-Hindernis-Warnsystem
  • TCAS II
  • HUMS-Datensystem
  • Leonardo ATOS-Aufklärungssystem
  • ein Gabbiano Radar
  • ein elektro-optisches Langstrecken-Aufklärungssystem LEOSS

Alessandro Profumo, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Leonardo, kommentierte die Vereinbarung mit der Guardia di Finanza mit dem Worten: „Dieser Vertrag erlaubt es uns, der Guardia di Finanza einen Helikopter der neuesten Generation mit den besten verfügbaren Technologien zu liefern, damit diese ihre Missionen erfolgreich durchführen kann, die immer komplexer und herausfordernder werden.“

Bob Fischer 

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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