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Bombardier baut seinen Geschäftsbereich Aerospace um

Der Umbau des Geschäftsbereichs Aerospace beim kanadischen Mischkonzern Bombardier nimmt nun sehr konkrete Formen an. Bei der Präsentation der Quartalszahlen stellte der Hauptgeschäftsführer Alain Bellemare die Pläne für die künftige Konzernstruktur vor.

3.05.2019

Bombardier hat am 6. Februar 2019 den 50-sitzigen Regionaljet CRJ550 gelauncht, der konstruktiv auf dem CRJ700 beruht. © Bombardier

Gestern hat Bombardiers Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) Alain Bellemare bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse des Konzerns präsentiert, wie er den Konzern umbauen wird, um die langfristige und nachhaltige Profitabilität zu gewährleisten. Den Geschäftsbereich Amphibienflugzeuge (CL415) hatte der Hersteller schon 2016 an das kanadische Unternehmen Viking Air verkauft. Im Juli 2018 folgte die Übernahme der Mehrheitsanteile an dem C Series-Programm durch Airbus. Und November vergangenen Jahres gab Bombardier bekannt, dass sich der Konzern auch von seinen Geschäftsbereichen Turboprop-Regionalflugzeuge und Training trennen wird. Ein entsprechender Vertrag ist mit dem Eigner der Viking Air, Longview Aviation Capital, bereits unterzeichnet, bedarf aber noch behördlicher Genehmigungen.

Neuer Bereich: Bombardier Aviation

Die beiden bisherigen Geschäftsbereiche Bombardier Commercial Aircraft und Bombardier Business Aircraft werden künftig unter der Leitung von David Coleal zusammengeführt und firmieren dann unter dem Namen Bombardier Aviation. „Wir freuen uns sehr, die Gründung von Bombardier Aviation bekannt zu geben“, sagte Bellemare. „Es ist der richtige nächste Schritt unserer Transformation. Diese Konsolidierung wird unsere Organisation vereinfachen und besser auf unsere Marken Global, Challenger, Learjet und CRJ fokussieren. Dadurch können wir unsere Kunden besser unterstützen und mehr Wert für die Aktionäre schaffen.“

Bellemare führte aus, dass man sich von seinen Aktivitäten in Belfast – wo unter anderem die Flügel des Airbus A220 gebaut werden – und in Marokko trennen wolle. Es seien großartige Geschäftsbereiche mit unglaublichen Fähigkeiten, pries er die beiden Tochtergesellschaften zum Verkauf an.

Die Werke in Mexiko und in Texas, wo unter anderem die Tragflächen für den Global 7500-Ultralangstreckenjet entstehen, werde man dagegen als Kernkapazität des Unternehmens behalten. „Zusammen bieten diese beiden Werke Bombardier alle Fähigkeiten, Technologien und Fähigkeiten für die nächste Flugzeuggeneration zu entwerfen, herzustellen und instandzuhalten“, sagte Bellemare.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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