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Der erste in Alabama gebaute Airbus A320 fliegt

Die Airbus-Endmontagelinie in den USA kommt auf Touren. Bislang wurden dort ausschließlich A321 gebaut, nun hob die erste dort montierte A320 zu ihrem Jungfernflug ab. 

17.08.2017

Am 15. August 2017 hob der erste in den USA gefertigte Airbus A320 zum Erstflug ab. © Airbus

Airbus betreibt nun vier Endmontagelinien, auf denen das Standardrumpfflugzeug Airbus A320 montiert wird: Neben den „Final Assembly Lines“ in Hamburg, Toulouse und Tianjin produziert auch das Werk in Mobile im US-Bundesstaat Alabama das Muster. Bislang sind dort 36 Flugzeuge vom Band gelaufen, ausschließlich Airbus A321. Die Endmontagelinie ist natürlich auch in der Lage, die A319 zu fertigen. Mit der Endmontage ihrer ersten A320 hatte das Werk im Mai dieses Jahres begonnen.

Erstflug mit französischem Kennzeichen

Die erste A320 aus Mobile flog am 15. August zum ersten Mal. Der Flug vom Mobile  Aeorplex aus dauerte vier Stunden. Der Twinjet erreichte bei seinem Erstflug einen Maximalgeschwindigkeit von 515 Knoten und stieg auf eine Höhe von 39.000 Fuß. Er ist für den US-amerikanischen Low-Cost-Carrier Spirit Airlines aus Fort Lauderdale in Florida bestimmt, der bereits 105 Flugzeuge der Airbus-Narrowbody-Familie betreibt, darunter auch fünf A320neo.

Das Flugzeug  trägt – obwohl es in den USA erprobt wird – das französische Experimentalkennzeichen F-WZMK. Spirit Airlines hat einen Großteil seiner Flotte geleast. Die A320 von Spirit Airlines werden von IAE V2500-Turbofans angetrieben. Der Low-Cost-Carrier hat zwei Kabinenversionen der A320 in Betrieb, eine mit 178 und eine mit 182 Passagiersitzen. Die Airline bedient in erster Linie den interamerikanischen Markt mit Schwerpunkt Ostküste, fliegt aber auch in die Karibik, nach Kanada und zu einigen ausgewählten Destinationen in Latein- und Südamerika.

Airbus hat 13.241 Bestellungen für Flugzeuge der A320-Familie vorliegen. Davon sind 7.696 Exemplare an 297 Kunden ausgeliefert worden.

Bob Fischer

Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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