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EgyptAir will bis zu 24 Bombardier CS300 kaufen

Bombardier Aerospace hat auf der Dubai Airshow von EgyptAir eine Grundsatzvereinbarung über die Beschaffung von 24 Verkehrsflugzeugen vom Typ CS300 erhalten.

15.11.2017

EgyptAir hat auf der Dubai Airshow 2017 eine Kaufabsichtserklärung für 24 Bombardier CS300 abgegeben. © Bombardier Aerospace

Ob es an der kürzlich angekündigten Zusammenarbeit zwischen Bombardier und Airbus liegt oder an den positiven Erfahrungen der ersten Betreiber der C Series, ist nicht klar. Aber momentan wächst das Auftragsbuch für die Bombardier C Series. Auf der Dubai Airshow hat mit der EgyptAir eine weitere Fluggesellschaft ihr Interesse an dem neuen Verkehrsflugzeug von Bombardier in Form von Bestellungen manifestiert.

Vertrag beinhaltet 12 Festaufträge

Safwat Musallam, Vorstandsvorsitzender und Hauptgeschäftsführer (CEO) der EgyptAir Holding Company und Fred Cromer, Präsident von Bombardier Commercial Aircraft, unterschrieben in Dubai eine Vereinbarung über die Beschaffung von bis zu 24 Bombardier CS300. 12 Flugzeuge bestellte die Airline auf der Messe fest, für 12 weitere hat sie Kaufrechte erworben, das heißt, sie hat eine verbindliche Preiszusage erhalten, wenn sie innerhalb einer vereinbarten Zeit die Kaufrechte nutzt.

Fred Cromer, Präsident von Bombardier Commercial Aircraft, und Safwat Musallam, Vorstandsvorsitzender und CEO der EgyptAir Holding Company, nach der Unterzeichnung der Kaufabsichtserklärungen für die CS300. © Bombardier Aerospace

Der Listenpreis für die ersten zwölf CS300 liegt bei 1,1 Milliarden US-Dollar. Sollte EgyptAir alle Kaufrechte auch nutzen, läge der Gesamtauftragswert nach Listenpreise bei 2,2 Milliarden US-Dollar.

Neue Partnerschaft mit Bombardier

„Es is uns eine Freude, diese neue Partnerschaft mit Bombardier zu feiern, die aus unserer Flotten-Modernisierungsstrategie entstanden ist. Wir haben eine tiefgehenden Auswahlprozess für unsere Flotte durchgeführt und haben erkannt, dass die CS300 perfekt in unseren Geschäftsplan und unsere Wachstumsstrategie passt“, sagte Safwat Musallam.

Er begründete die Entscheidung für das Bombardier-Muster: „Wie haben uns für die C Series entschieden, weil ihre exzellente Reichweite uns erlaubt, innerägyptische und regionale Destinationen optimal zu bedienen. Dazu gehören sowohl arabische Städte in unserer Nachbarschaft, Ziele im Mittleren Osten und in Europa. Nicht zu vergessen sind die außerordentliche Wirtschaftlichkeit und die überragende Kabine des Flugzeugs. Wir freuen uns darauf, unser Netzwerk mit der CS300 zu erweitern und wir sind glücklich über die angekündigte Partnerschaft mit Airbus, denn das wird zusätzliche Unterstützung für das C Series-Programm bringen.“

airBaltic war der erste Betreiber für die Bombardier CS300. © Bombardier

Auch Fred Cromer hatte nur lobende Worte für den Vertragspartner übrig: „Wir sind begeistert, dass EgyptAir die CS300 für ihre Flottenerneuerung gewählt hat. Unsere Marktprognose für diese Region sagt einen Bedarf von 450 Flugzeugen in der Kategorie der 60- bis 150-Sitzer voraus. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Single-Aisle C Series ideal geeignet ist, unter den hier herrschenden Bedingungen mit hohen Temperaturen die Leistungen und die Wirtschaftlichkeit zu liefern, die zu einer höheren Profitabilität führt.“

Ohne die heute unterzeichnete Vereinbarung lagen Bombardier zum 30. September 2017 insgesamt 360 Bestellungen für die C Series vor. 237 Aufträge davon entfallen auf das größere Modell CS300, 123 auf das kleinere Muster CS100. Bis Ende des dritten Quartals 2017 hatte der Hersteller erst 19 Exemplare an zwei Kunden – airBaltic und die Lufthansa-Tochter Swiss – ausgeliefert.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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