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Generalstreik legt Luftverkehr in Belgien lahm

Der heutige Generalstreik in Belgien hat massive Einschränkungen auch auf den Luftverkehr: Nur VFR-Flüge und IFR-Flüge oberhalb von Flugfläche 245 sind unterwegs. Auf den Flughäfen Brüssel, Charleroi, Ostende und Antwerpen ruhte der Verkehr. 222 Flüge sind ausgefallen, einige wurden nach Frankreich umgeleitet.

13.02.2019

Kein einziges Flugzeug am Himmel: Ein Generalstreik stoppte am 13. Februar 2019 den kompletten Luftverkehr über Belgien bis hoch zu Flugfläche 245. © flightradar24.com

Nichts geht mehr: Seit gestern Abend um 22.00 Uhr legt ein Generalstreik in Belgien das öffentliche Leben lahm. Busse und Bahnen blieben in ihren Depots, Geschäfte machten erst gar nicht auf. An dem Ausstand, zu dem die drei großen belgischen Gewerkschaften im Rahmen eines Tarifkonfliktes aufgerufen haben, beteiligten sich unter anderem auch Angestellte der nationalen Flugsicherungsorganisation Skeyes, so dass heute erst ab 22.00 Uhr wieder mit der Aufnahme von Flügen von und nach Belgien zu rechnen ist.

VFR-Flüge sind unbehelligt

Unterhalb von Flugfläche 245 sind nur einige ein- und zweimotorige Trainings- und Reiseflugzeuge unterwegs, die nach Sicht fliegen und deshalb die Dienste von Skeyes nicht benötigen. Oberhalb von Flugfläche 245 kontrolliert die europäische Flugsicherungsorganisation Eurocontrol den Luftraum. Sie ist von dem Streik nicht direkt betroffen. Insgesamt sind durch den Streik heute 222 Flüge in Belgien ausgefallen.

Der Flughafen Brüssel-Zaventem hatte gestern mitgeteilt, dass heute weder Passagier- noch Frachtflüge abgefertigt würden. Gleiches gilt für den Flughafen Charleroi, der vor allem von Billigfluggesellschaften bedient wird.  Mehrere Fluggesellschaften, darunter die TUIfly und easyJet, haben daraufhin kurzfristig ihre Flüge aus Belgien zum nordfranzösischen Airport Lille verlegt und wollen ihre Passagiere dann per Bus weiterbefördern. Fünf Flüge mit Ziel Brüssel sind auf dem Köln/Bonn Airport gelandet.

Der Streik hat nach Aussagen von Marc Descheemaecker, dem Verwaltungsratsvorsitzenden des Brüsseler Flughafens, allein für sein Unternehmen einen wirtschaftlichen Schaden von mindestens zehn Millionen Euro angerichtet.

Volker K. Thomalla

 

 

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