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EASA und FAA haben die A321LR zugelassen

Überschattet von der Insolvenz eines Erstkunden für das Muster, hat Airbus die Zulassung für das Langstreckenmodell des Airbus A321neo von der europäischen Luftfahrtbehörde EASA und der US-Luftfahrtbehörde FAA bekommen.

4.10.2018

Die EASA und die FAA haben zeitgleich am 02. Oktober 2018 die A321LR zugelassen. © S. Ramadier/Airbus

Die europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) und die US-Luftfahrtbehörde FAA haben Airbus am 2. Oktober die Urkunde für die Musterzulassung des Airbus A321LR überreicht. Der Flugzeugtyp war am 31. Januar dieses Jahres in Hamburg zu seinem Erstflug gestartet.

Herausragendes Merkmal der neuen Version A321LR ist ihre Reichweite von 4.000 nautischen Meilen (7.408 Kilometer), über die sie 206 Passagiere ohne Zwischenlandung transportieren kann. Diese Reichweite wird durch den Einbau von bis zu drei Zusatztanks (ACT – Additional Center Tanks) im Frachtraum ermöglicht. Die Zusatztanks sind optional erhältlich. Durch den Einbau erhöht sich das maximale Abfluggewicht der A321LR auf 97 Tonnen.

ETOPS-180-Zulassung

Die beiden Luftfahrtbehörden haben dem Flugzeug auch die ETOPS-180-Zulassung erteilt, dass heißt, dass das Muster direktere Strecken über Wasser und Wüsten befliegen darf, da es bis zu 180 Minuten Flugzeit vom nächsten Ausweichflughafen entfernt fliegen darf.

Von außen betrachtet unterscheidet sich die A321LR von der klassischen A321 – die sie ab 2020 als Standardmodell ablösen wird – durch die Zahl der Türen sowie durch ein Paar Notausstiege auf Höhe der Tragflächen. Die Ursprungsversion der A321 hatte auf jeder Rumpfseite vier Türen für die Passagiere: zwei im vorderen Teil des Rumpfes und zwei im hinteren Bereich.

Bei der A321LR ist die Tür Nummer 2 (direkt vor den Tragflächen) entfallen. Die Tür Nummer 3 wurde um vier Rahmen nach hinten verlegt und kann auf Kundenwunsch auch deaktiviert werden. Dank der neuen Konfiguration können Fluggesellschaften ihre Kabinengestaltung optimieren. Der Wegfall der Tür Nummer 2 erlaubt es ihnen, in der vorderen Hälfte der Kabine mehr Sitze zu installieren. Auch sind sie nun bei der Dimensionierung einer Business Class flexibler, da sie nicht auf die Ausstiegstür Rücksicht nehmen müssen.

Eigentlich wollte die skandinavische Primera Air als eine der ersten Airlines die A321LR auf Transatlantikstrecken einsetzen, allerdings musste die Fluggesellschaft vor zwei Tagen Insolvenz anmelden.

Bob Fischer

 

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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