Homepage » Luftverkehr » Erstflug des Airbus A330-800

Der Prototyp des Airbus A330-800 ist heute in Toulouse zu seinem Jungfernflug gestartet. Das zweite Muster der A330neo-Familie muss ein rund 300 Stunden umfassendes Flugerprobungsprogramm durchlaufen, bevor es von den Luftfahrtbehörden zertifiziert wird.

6.11.2018

Der erste Airbus A330-800 ist am 6. November 2018 um 10.31 Uhr in Toulouse zu seinem Erstflug gestartet. © Airbus

Um genau 10.31 Uhr Ortszeit hob der Airbus A330-800 heute von der Piste 32L des Flughafens Toulouse-Blagnac zu seinem Jungfernflug ab. Die neueste Version des zweistrahligen Widebody-Jets fliegt derzeit noch über dem Südwesten Frankreichs und wird am Nachmittag wieder in Toulouse landen.

Die A330-800 ist das zweite Muster der A330neo-Familie, die Airbus als Modernisierung der bestehenden A330-Familie im Juli 2014 gestartet hat. Die A330-900 ist seit dem 27. September 2018 von der europäischen Flugsicherheitsagentur EASA zugelassen.

Die Erstflug-Crew des Airbus A330-800 präsentierte sich vor dem Start. © P. Masclet/Airbus

Den Erstflug bestreitet eine fünfköpfige Besatzung: Im Cockpit sind die beiden Testpiloten Malcolm Ridley und François Barre sowie der Flugtestingenieur Ludovic Girard. In der Kabine an den Überwachungsmonitoren sitzen die beiden Flugtestingenieure Catherine Schneider und Jose Corugedo Bermejo. Direkt nach dem Start in nordwestlicher Richtung drehte das Flugzeug mit der Seriennummer MSN1888 und dem Versuchskennzeichen F-WTTO nach Süden, wo die Crew in der Gegend um Carcassonne einige grundlegende Flugeigenschaften der A330-800 testete. Danach drehte die F-WTTO nach Nordwesten und flog raus auf den Atlantik. Dort stieg sie auf über 41.000 Fuß Flughöhe und „pendelte“ die Atlantikküste Frankreichs auf und ab.

300 Stunden Flugerprobung

Die Flugerprobung wird rund 300 Flugstunden umfassen und soll Anfang des nächsten Jahres mit der Zulassung des Musters abgeschlossen sein.

Die A330-800 bietet in einer typischen Kabinenkonfiguration mit drei Klassen 257 Passagieren Platz. Dies sind 30 weniger als in der größeren A330-900. Beide A330neo-Versionen werden von dem Rolls-Royce Trent 7000 angetrieben, das – zusammen mit einige aerodynamischen Verbesserungen bis zu 25 Prozent weniger Treibstoff verbraucht als die Triebwerke an Widebody-Twins vorhergehender Generationen.

Die Reichweite der A330-800 liegt bei 8.150 nautischen Meilen (15.094 Kilometer). Die A330-900 schafft mit 7.200 nautischen Meilen (13.334 Kilometer) fast 1.000 nautische Meilen weniger. Die maximale Startmasse der beiden neuesten Airbus-Widebodies liegt bei 251 Tonnen, allerdings unterscheiden sich die beiden in der maximalen Landmasse: Während die A330-900 noch mit 191 Tonnen landen darf, liegt der Vergleichswert der kleineren A330-800 bei 186 Tonnen.

Volker K. Thomalla

 

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war von 2016 bis 2018 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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