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Chilenen haben Wrackteile der vermissten C-130H gefunden

Die C-130H Hercules der chilenischen Luftstreitkräfte, die bisher vermisst wurde, ist abgestürzt. Bei der Suchaktion in der Drake-Straße wurden nun erste Wrackteile gefunden und geborgen.

13.12.2019

Die britische Royal Air Force hilft der Fuerza Aérea de Chile (FACH) bei der Suche nach der vermissten C-130H mit einem Airbus A400M. © Royal Air Force/Crown Copyright

Die Fuerza Aérea de Chile (FACH) hat bei ihrer Suchaktion nach der vermissten C-130H Hercules, die am 9. Dezember auf einem Flug von der Militärbasis Chabunco bei Punta Arenas zur chilenischen Antarktis-Station Presidente Eduardo Frei Montalva verschwunden ist, erste Wrackteile geortet. An Bord der Hercules befanden sich 17 Besatzungsmitglieder und 21 Passagiere. Zu den gefundenen und bereits geborgenen Wrackteilen gehört eine Schaumstoff-auskleidung des Treibstofftanks, ein Teil des Fahrwerks sowie Teile der Innenverkleidung der Kabine.

Die Suchaktion wird nun nach der Entdeckung der Teile eingegrenzt, um möglichst viele Wrackteile zu bergen, und die Unglücksursache zu klären. Hoffnung, Überlebende des Absturzes über der Drake-Straße zu finden, gibt es nicht mehr.

Von der abgestürzten C-130H der FACH wurden bisher mehrere Wrackteile geborgen, darunter auch Teile des Fahrwerks. © FACH

An der Suchaktion sind derzeit 24 Flugzeuge aus sechs Nationen beteiligt. Die FACH sowie die chilenische Marine haben alle verfügbaren Fluggeräte nach Süden beordert, um die Suche zu unterstützen. Dazu gehören C-130 Hercules, Northrop F-5, Lockheed Martin F-16, Gulfstream GIV, De Havilland Canada DHC-6 Twin Otter, C-295 und C-212 sowie eine Embraer P-111. Mehrere Hubschrauber stehen in Bereitschaft.

A400M der RAF als Suchflugzeug

Von internationaler Seite unterstützen Argentinien, Brasilien, Uruguay, die Vereinigten Staaten und Großbritannien die Suche. Uruguay und Argentinien haben je eine C-130 Hercules in das Unglücksgebiet beordert, die USA eine Boeing P-8 Poseidon und Brasilien eine P-3 Orion. Großbritannien beteiligt sich mit einem speziell für diese Aufgabe ausgerüsteten Airbus A400M, der normalerweise auf den Falklandinseln für Seenotrettungsaufgaben bereit steht.

Volker K. Thomalla

 

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