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Australien groundet Tiger-Hubschrauber

Nach einer Sicherheitsmitteilung des Herstellers Airbus Helicopters haben die australischen Streitkräfte ihre Flotte von Tiger-Kampfhubschraubern gegroundet. 

18.08.2017

Nach einer Sicherheitsmitteilung des Herstellers Airbus Helicopters hat die australische Armee ihre gesamte Tiger-Flotte gegründet. © Airbus Helicopters

Das australische Verteidigungsministerium hat ein umfassendes Flugverbot für seine Kampfhubschrauber des Typs Tiger verhängt. Die Helikopter dürfen nur noch in Notfällen starten, teilte die Australian Defence Force mit. Die Maßnahme ist eine indirekte Folge des Absturzes eines Tiger-Hubschraubers der Bundeswehr im Rahmen der UNISMA-Mission in Mali. Der Kampfhubschrauber war aus noch nicht geklärter Ursache bei einem Einsatz plötzlich nach vorne gekippt und aus 550 Meter Höhe auf den Boden gestürzt und ausgebrannt. Beide Insassen kamen bei dem Unfall ums Leben. Der Tiger hatte alle Blätter des Hauptrotors verloren.

Der General Flugsicherheit der Bundeswehr untersucht den Unfall. Allerdings werden die Untersuchungen durch die Tatsache erschwert, dass die Datenaufzeichnungsgeräte des Tigers bei dem Absturz schwer beschädigt wurden und eventuell nicht ausgewertet werden können. Die Bundeswehr hat deswegen alle Tiger für Routineflüge gegroundet.

Sicherheitsmitteilung des Herstellers

Airbus Helicopters hatte als Folge des Unfalls am 13. August eine Sicherheitsmitteilung an alle Nutzer des Hubschraubers herausgegeben, in der der Helikopter zum jetzigen Zeitpunkt für unsicher erklärt wird, da man die Ursache des Absturzes nicht kenne und deswegen auch keine geeigneten Gegenmaßnahmen empfehlen könne.

Die australische Armee betreibt eine Flotte von 22 Tiger-Kampfhubschraubern, die in naher Zukunft einem Midlife-Upgrade unterzogen werden sollen.

Volker K. Thomalla

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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