Homepage » Militär » Die Slowakei kauft F-16 Block 70/72

Lockheed Martin kann die Fertigungslinie für die F-16 weiter laufen lassen. Nun hat sich auch die Slowakei dafür entschieden, die modernste Version des einstrahligen Fighters zu beschaffen.

13.07.2018

Die Slowakei will als Ersatz für ihre MiG-29 14 Fighter des Typs F-16 Block 70/72 beschaffen. © Lockheed Martin

Weiterer Erfolg für Lockheed Martin: Nachdem erst vor drei Wochen das Königreich Bahrain 16 fabrikneue Fighter des Typs F-16 Block 70 bestellt hat, folgt nun auch die Republik Slowakei mit einer Bestellung. Das Land sucht Ersatz für seine zwölf MiG-29, die zwischen 25 und 28 Jahre alt sind und zunehmend wartungsanfälliger werden. Ende Mai dieses Jahres waren nur fünf Flugzeuge einsatzbereit.

Das slowakische Verteidigungsministerium hatte zwei Muster als Nachfolger für die MiG-29 in die engere Wahl gezogen: Die Saab JAS-39C/D Gripen und die F-16 Block 70/72. Die slowakische Regierung hat am 11. Juli bekanntgegeben, dass die F-16 als Siegerin aus dem Wettbewerb hervorgegangen ist. Der slowakische Premierminister Peter Pellegrini sagte, dass die Slowakei 1,86 Milliarden US-Dollar (1,589 Milliarden Euro) für die Flugzeuge, die Bewaffnung, das Pilotentraining und Unterstützungsdienstleistungen für die ersten beiden Betriebsjahre zahlen werde.

Auftragswert 1,589 Milliarden Euro

Der slowakische Verteidigungsminister Peter Gajdos sagte: „Basierend auf einer tiefgehenden Analyse haben wir uns für die beste Lösung entschieden: Die F-16 Block 70/72 sind hochmoderne Flugzeuge, die in Bezug auf ihren Beschaffungspreis, ihre Qualität und ihre Fähigkeiten konkurrenzlos sind. Sie sind das beste, was wir uns als Land leisten können.“

Die Slowakei kauft die Flugzeuge von der US-Regierung im Rahmen eines Foreign Military Sales (FMS). Wann der Vertrag unterschrieben wird, und wann die Flugzeuglieferungen beginnen sollen, wurde nicht bekanntgegeben. Allerdings laufen die Wartungsverträge für die MiG-29 Ende nächsten Jahres aus.

Lockheed Martin baut die F-16 Block 70/72 in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina. Die modernste Version des Musters unterscheidet sich von ihren Vorgängern  durch ein Northrop Grumman AGP-83-Radar mit elektronischer Strahlschwenkung, neue Cockpitdisplays, einem neuen Missionscomputer von Raytheon, ein Bodenannäherungs-Warnsystem sowie ein neues Link 16-Datenverbindungssystem.  Lockheed Martin garantiert bei den F-16 Block 70 erstmalig ein strukturelle Lebensdauer von 12.000 Flugstunden.

Bob Fischer

 

 

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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