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Spanien kauft 24 Pilatus PC-21 Turboprop-Trainer

Nachdem in der vergangenen Woche der Beschaffungsvertrag unterschrieben wurde, hat Pilatus Aircraft auch offiziell bestätigt, dass Spanien die PC-21 als Ersatz für die CASA C-101 beschaffen wird. Aerobuzz.de-Leser wussten es aber schon deutlich früher.

2.02.2020

Die spanischen Luftstreitkräfte haben sich für die PC-21 als neuen Trainer für ihre Nachwuchspiloten entschieden. Er steht unter anderem bereits bei der Schweizer Luftwaffe im Einsatz. © Pilatus Aircraft

Der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft hat nun bestätigt, was Aerobuzz.de bereits im November des vergangenen Jahres gemeldet hatte: Die Luftstreitkräfte Spaniens (Ejército del Aire) haben sich für die Pilatus PC-21 als Ersatzflugzeug für die Jet-Trainer CASA C-101 entschieden.

Am 30. Januar hat die spanische Rüstungsbeschaffungsbehörde DGAM (Dirección General de Armamento y Material) den Vertrag im Wert von über 200 Millionen Euro unterzeichnet. Der Auftrag umfasst ein komplett integriertes Trainingssystem, welches nebst den PC-21 Flugzeugen auch von Pilatus entwickelte und hergestellte Simulatoren sowie Ersatzteile und logistische Unterstützung enthält.

Flugausbildung auf der PC-21

Oscar J. Schwenk, der Verwaltungsratspräsident von Pilatus, freute sich über den erneuten Erfolg. Er kommentierte die Vertragsunterzeichnung mit den Worten: „Ich freue mich sehr, dass wir uns als kleiner Schweizer Flugzeughersteller erneut gegen grosse, internationale Mitbewerber durchgesetzt haben. Das Ergebnis zeigt, dass wir mit unserem PC-21 das weltbeste Trainingssystem überhaupt im Angebot haben. Das Trainingsflugzeuggeschäft ist für uns äußerst wichtig und sichert uns die bestehenden, mehreren Hundert Arbeitsplätze in diesem Bereich am Standort in Stans, wo wir den PC-21 bauen.“

In Spanien werden die PC-21 unter der Bezeichnung E.27 bei der Academia del Aire der Ejército del Aire in Dienst gestellt. Nach Angaben von Pilatus zeigten die Erfahrungen mit bestehenden PC-21-Kunden, dass es möglich sei, die Kosten für die Ausbildung eines angehenden Militärpilotenschülers mit dem Muster um mehr als 50 Prozent zu senken.

Neben der Schweizer Luftwaffe bilden auch die Luftstreitkräfte von Frankreich, Australien, Saudi-Arabien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Jordanien ihre Nachwuchspiloten auf dem fortschrittlichen Turboprop-Trainer PC-21 aus. Inklusive des jetzt unterzeichneten Vertrages hat der Schweizer Hersteller Bestellungen für 235 PC-21 erhalten.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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